Iata-Treffen in Rio: Luftfahrt trotzt der Treibstoffkrise
Wichtige Fakten
- • Jetfuel-Kosten: Über 140 Dollar pro Barrel trotz gesunkener Höchstwerte.
- • Europäische Fluggesellschaften melden keine Treibstoffknappheit.
- • 6 % der Flugkapazität weltweit gestrichen wegen hoher Kosten.
- • Golfcarrier leiden unter kriegsbedingten Schließungen und Drohnenangriffen.
- • Nachhaltige Flugkraftstoffe in der Produktion hinter Erwartungen zurück.
- • EasyJet wegen fallendem Aktienkurs Ziel von Übernahmeangeboten.
Iata-Treffen in Rio: Optimismus trotz Treibstoffkrise
Die globale Luftfahrtbranche trifft sich in Rio de Janeiro zur Iata-AGM, während die Treibstoffkrise aufgrund des US-Israel-Iran-Konflikts anhält. Obwohl Öltanker weiterhin vor der Straße von Hormuz blockiert sind, bleiben europäische Airlines weitgehend entspannt: Der EU-Verkehrskommissar Tzitzikostas betonte, es gebe keine Anzeichen für einen Engpass. Allerdings wurden weltweit etwa 6 % der Flugkapazität gestrichen, da die Kosten pro Tonne Jetfuel über 140 Dollar liegen.
Hedging und neue Quellen mildern die Krise
Viele große Fluggesellschaften haben sich durch Hedging abgesichert oder neue Treibstoffquellen in Westafrika und den USA erschlossen. Dennoch bleibt die Lage volatil: EasyJets Chef Jarvis erklärte, sein Unternehmen habe das Hedging aufgrund von Preissprüngen ausgesetzt. Die Golfcarrier, die während der Kriegsausbrüche im Februar ihre Drehkreuze schließen mussten, sind besonders betroffen. Emirates’ Chef bleibt dem Treffen fern.
Branche vor Konsolidierung und ökologischer Herausforderung
Niedrige Börsenwerte machen Airlines zu Übernahmezielen – etwa EasyJet, das umworben wird. Das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige Flugkraftstoffe spielt eine untergeordnete Rolle, obwohl Iata-Chef Walsh Regierungen für verfehlte Produktionsziele kritisiert. Der bevorstehende Abgang von Walsh zu Indigo unterstreicht die Verschiebung der Gewichte hin zu Billigfliegern und asiatischen Märkten.
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