ICE-Agent nach Schießerei in Minneapolis aus texanischem Gefängnis entlassen
Wichtige Fakten
- • Richter lehnt Auslieferung ab, Fall nicht entscheidungsreif.
- • Castro droht Flucht nach Mexiko.
- • Freilassung nach 90 Tagen Haft ohne Auslieferung.
- • Castro wird wegen Angriff und Falschmeldung angeklagt.
- • Gouverneur Abbott wartet auf interne Ermittlungen.
Freilassung trotz schwerer Vorwürfe
Christian Castro, ein ICE-Agent, der wegen einer Schießerei in Minneapolis angeklagt ist, wurde am Donnerstag aus einem texanischen Gefängnis entlassen, nachdem ein Richter die Auslieferung nach Minnesota abgelehnt hat. Castro wird beschuldigt, im Januar durch die Tür eines Hauses geschossen und einen 24-jährigen Mann am Bein verletzt zu haben. Zudem soll er falsche Anschuldigungen gegen das Opfer und einen weiteren Mann erhoben haben, die einen ICE-Agenten angegriffen haben sollen.
Richterliche Entscheidung
US-Bezirksrichter Fernando Rodriguez Jr. erklärte, dass er die Freilassung nicht blockieren oder den Gouverneur von Texas, Greg Abbott, zur Auslieferung zwingen könne, da der Fall nicht entscheidungsreif sei. Texas argumentiert, dass eine interne Untersuchung noch läuft, ob Castro rechtlich als 'Flüchtiger' gilt. Minnesota befürchtet, dass Castro nach Mexiko fliehen könnte, da er aus dem Gefängnis Anrufe zu einer Frau in Mexiko getätigt hat und Pläne für eine gemeinsame Zukunft dort erwähnte.
Politische Implikationen
Der Fall ist politisch aufgeladen, da Abbott sich weigert, die Auslieferung zu bearbeiten, und auf Untersuchungen zu Betrug in Sozialprogrammen in Minnesota verweist. Minnesota Generalstaatsanwalt Keith Ellison kündigte an, den Fall weiter zu verfolgen.
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