Indonesien verbietet Sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren
Wichtige Fakten
- • Verbot gilt für Kinder unter 16 Jahren ab 28. März 2026.
- • Betroffene Plattformen sind TikTok, Instagram, YouTube, Facebook, X.
- • Begründung: Schutz vor Cybermobbing, Pornografie und Suchtgefahr.
- • Indonesien ist erstes südostasiatisches Land mit solcher Regelung.
- • Australien hat bereits ähnliche Beschränkungen im Dezember 2025 eingeführt.
Neue Regelung zum Schutz Minderjähriger
Indonesien wird als erstes südostasiatisches Land den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren verbieten. Kommunikationsministerin Meutya Hafid unterzeichnete eine entsprechende Regierungsverordnung, die Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube, Facebook, X, Threads, Roblox und Bigo Live betrifft. Die schrittweise Umsetzung beginnt am 28. März 2026, sobald die Plattformen die Compliance-Anforderungen erfüllen.
Begründung und Reaktionen
Die Regierung begründet das Verbot mit dem Schutz vor „realen Bedrohungen“ wie Pornografie, Cybermobbing, Online-Betrug und Suchtgefahr. Einige Eltern in Jakarta begrüßen die Maßnahme, da Kinder bisher oft unkontrollierten Zugang über Mobiltelefone hatten. Andere fordern zusätzlich die Sperrung von Pornografie- und Glücksspielseiten. Indonesien hat kürzlich auch das Büro von Meta in Jakarta überprüft und mangelnde Compliance mit nationalen Vorschriften kritisiert.
Internationaler Kontext
Indonesien folgt damit internationalen Trends: Australien hat bereits im Dezember 2025 den Zugang für Kinder eingeschränkt und etwa 4,7 Millionen Konten gesperrt. Auch Länder wie Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich erwägen ähnliche Maßnahmen angesichts wachsender Sorgen um die Sicherheit Minderjähriger im digitalen Raum.
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