Inflationsanstieg im Euroraum: EZB vor Zinserhöhung
Wichtige Fakten
- • Inflation im Euroraum steigt auf 3,2% im Mai.
- • Energiepreise verteuern sich um 10,9% zum Vorjahr.
- • EZB signalisiert mögliche Zinserhöhung am 11. Juni.
Steigende Inflation aufgrund hoher Energiepreise
Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Kriegs treibt die Inflation im Euroraum weiter nach oben. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, wie Eurostat mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit September 2023. Energiepreise stiegen um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,5 Prozent, Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 2,0 Prozent. Bundesinnenstaaten wie Malta (2,1%) und Deutschland (2,7%) verzeichneten niedrigere Raten, während Bulgarien (6,3%), Litauen (5,1%) und Griechenland (5,0%) die stärksten Anstiege verbuchten.
EZB vor Kurswechsel
Angesichts des starken Preisanstiegs deutet die Europäische Zentralbank eine Zinserhöhung an, um die Inflation in Richtung des 2-Prozent-Ziels zu lenken. EZB-Direktorin Isabel Schnabel erklärte, eine Zinserhöhung sei für Juni nötig. Marktexperten erwarten eine Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte nächste Woche. Höhere Zinsen könnten die ohnehin schwache Wirtschaft im Euroraum weiter belasten, die unter den Folgen des Iran-Kriegs leidet.
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