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Wirtschaft 28.04.2026, 16:11 Aktualisiert: 28.04.2026, 18:02

Iran-Geschäfte: Volksbank wickelte Millionen-Deals ab

Volksbank Schaumburg-Nienburg wickelte mehrere Millionendeals mit Iran-Bezug ab.

Wichtige Fakten

  • Volksbank Schaumburg-Nienburg wickelte mehrere Millionendeals mit Iran-Bezug ab.
  • Experten sehen Anzeichen für Scheingeschäfte zur Umgehung von Iran-Sanktionen.
  • Die Bank zog sich im Frühjahr 2025 aus Iran-Geschäften zurück.

Millionen-Transaktionen mit Iran-Bezug

Recherchen von Report Mainz zeigen, dass die Volksbank in Schaumburg und Nienburg mehrere Geschäfte in Millionenhöhe abwickelte, die einen Bezug zum Iran hatten. Dabei handelt es sich unter anderem um Pistazien- und Zucker-Deals. Experten, die die Unterlagen prüften, gehen von Scheingeschäften aus, die dem iranischen Regime zur Umgehung von Sanktionen dienen könnten. Die Transaktionen liefen teilweise über mehrere Zwischenstationen, darunter eine chinesische Bank sowie deutsche Firmen. Auf dem Papier sollte etwa Ware nach Ägypten geliefert werden, doch Spuren deuten auf tatsächliche Ölgeschäfte hin.

Bank stellte Geschäfte ein

Die interne Prüfung der Bank hinsichtlich dieser Transaktionen wird von Fachleuten als unzureichend kritisiert. So stimmen etwa Liefermengen laut offizieller Statistik nicht mit den deklarierten Daten überein. Der Vorstand der Volksbank teilte mit, man habe sich im Frühjahr 2025 vollständig aus Iran-Geschäften zurückgezogen, nachdem eine Neubewertung der Risikosituation erfolgt sei. Die Entscheidung dürfte für spezialisierte Netzwerke allerdings kaum eine Hürde darstellen. Diese weichen laut Experten zunehmend auf Kryptowährungen aus, um Sanktionen zu umgehen.

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