Islamistische Angriffe in Nigeria: Viele Tote und Entführungen
Wichtige Fakten
- • Islamisten überrannten vier Militärbasen in Borno, Nigeria.
- • Mindestens 65 nigerianische Soldaten wurden in zwei Wochen getötet.
- • 300 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden entführt.
- • Die USA schickten 200 Soldaten zur Ausbildung nach Nigeria.
- • Der Konflikt hat über 2 Millionen Menschen vertrieben.
Islamistische Angriffe in Nordost-Nigeria
In Nordost-Nigeria haben Kämpfer der Islamisten-Gruppe Islamic State West Africa Province (ISWAP) in den ersten Märztagen vier Militärbasen im Bundesstaat Borno überrannen. Berichten zufolge kamen dabei mindestens 65 nigerianische Soldaten ums Leben, wobei die Armee die genaue Zahl der Toten nicht bestätigte. Die Angriffe erfolgten koordiniert und mit schweren Waffen wie Flugabwehr-Maschinengewehren und Drohnen.
Massive Entführungen und anhaltende Krise
Laut Daten von Armed Conflict Location & Event Data wurden bei den Überfällen etwa 300 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, entführt. Die Angriffe sind Teil einer fast zwei Jahrzehnte andauernden islamistischen Insurgent, die nach der Tötung des Boko-Haram-Führers Mohammed Yusuf 2009 eskaliert ist. Der Konflikt hat sich auf die Tschadbecken-Region ausgeweitet und über 2 Millionen Menschen vertrieben.
Internationale Reaktionen und innenpolitische Kritik
Die USA schickten im Februar 200 Soldaten zur Ausbildung nigerianischer Truppen in den Norden des Landes. Gleichzeitig steht die nigerianische Regierung unter Kritik, da sie sich innenpolitisch mit Ereignissen wie einer Massenhochzeit des Verteidigungsministers beschäftigt, während die Sicherheitslage im Norden prekär bleibt.
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