Israel schiebt Gaza-Aktivisten ab: Internationale Empörung über Ben-Gvir eskaliert
Wichtige Fakten
- • Über 400 Aktivisten abgeschoben, 78 Türken, 37 Franzosen, 44 Spanier.
- • Ben-Gvir zeigte Video mit gefesselten Aktivisten – weltweite Empörung.
- • Großbritannien, Polen bestellten Israels Diplomaten ein.
- • Italien fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir.
- • Netanjahu distanzierte sich, kündigte keine Konsequenzen an.
Massenabschiebung und internationale Proteste
Israel hat alle ausländischen Aktivisten der Gaza-Flotte „Global Sumud Flotilla“ abgeschoben. Ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte die Ausreise von über 400 Personen, darunter 78 Türken, 37 Franzosen, 44 Spanier, 15 Iren und 8 Deutsche. Die Flotte war am Montag von israelischen Streitkräften in internationalen Gewässern gestoppt worden. Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hatte zuvor ein Video veröffentlicht, das ihn mit gefesselten und knienden Aktivisten zeigt. Dies löste weltweite Empörung aus.
Diplomatische Eskalation und innerisraelische Kritik
Großbritannien und Polen bestellten Israels Botschafter ein, Italien forderte EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir. Die Bundesregierung, EU-Kommission und sogar US-Botschafter Mike Huckabee verurteilten das Vorgehen. Aktivisten berichteten von Schlägen und Demütigungen in Haft. Israelische Menschenrechtsorganisation Adalah wirft Folter vor. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu distanzierte sich von Ben-Gvir, kündigte aber keine Konsequenzen an. Die israelische Armee äußerte Wut über Ben-Gvirs Aktion als „strategischen Anschlag“.
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