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International 21.03.2026, 06:00 Aktualisiert: 21.03.2026, 08:03

Israelische Angriffe auf medizinische Einrichtungen im Südlibanon

Seit Kriegsbeginn am 2. März wurden mindestens 128 medizinische Einrichtungen und Krankenwagen im Südlibanon getroffen.

Wichtige Fakten

  • Seit Kriegsbeginn am 2. März wurden mindestens 128 medizinische Einrichtungen und Krankenwagen im Südlibanon getroffen.
  • 40 Gesundheitsarbeiter wurden getötet und 107 verwundet, laut libanesischem Gesundheitsministerium.
  • Israel wird beschuldigt, mindestens fünf Doppelschlag-Angriffe durchgeführt zu haben, bei denen Ersthelfer gezielt werden.
  • Die Angriffe zielen laut Berichten darauf ab, das Gebiet unbewohnbar zu machen und die Bevölkerung zur Flucht zu zwingen.
  • Medizinisches Personal ist nach internationalem Recht geschützt; gezielte Angriffe könnten Kriegsverbrechen darstellen.

Systematische Angriffe auf medizinische Einrichtungen

Laut Berichten des libanesischen Gesundheitsministeriums und Augenzeugen haben israelische Streitkräfte seit Kriegsbeginn am 2. März systematisch medizinische Einrichtungen und Personal im Südlibanon angegriffen. Dabei wurden mindestens 128 Gesundheitseinrichtungen und Krankenwagen getroffen, wobei 40 Gesundheitsarbeiter getötet und 107 verwundet wurden. Die Angriffe erfolgten oft während Einsätzen in Krankenwagen oder an Erste-Hilfe-Zentren, von denen mehrere zerstört wurden.

Einsatz von Doppelschlag-Taktiken

Israel wird beschuldigt, mindestens fünf Doppelschlag-Angriffe durchgeführt zu haben, eine Taktik, bei der ein anfänglicher Schlag gefolgt von einer Pause erfolgt, um dann die eintreffenden Rettungskräfte mit einem zweiten Schlag zu treffen. Medizinisches Personal berichtet von Mustern, bei denen Einrichtungen gezielt während des Ramadan-Fastbrechens am Abend angegriffen wurden. Die israelische Armee hat Hezbollah beschuldigt, Krankenwagen für militärische Zwecke zu nutzen, ohne dafür Beweise vorzulegen.

Humanitäre Auswirkungen und Völkerrechtsverstöße

Die Angriffe haben zu einer Überlastung der verbleibenden Krankenhäuser geführt, mit über 1.000 Toten und 2.584 Verletzten in 17 Kampftagen. Gesundheitsarbeiter ergreifen extreme Vorsichtsmaßnahmen, wie das Reduzieren von Teamgrößen und das Schlafen in weit auseinander geparkten Krankenwagen, um weitere Verluste zu vermeiden. Amnesty International betont, dass medizinisches Personal nach internationalem Recht als Zivilisten geschützt ist und gezielte Angriffe unrechtmäßig sein könnten.

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