Israelische Angriffe töten zwölf Menschen im Südlibanon
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Wichtige Fakten
- • Bei Luftangriff auf Kfar Roummane im Südlibanon sterben mindestens 12 Menschen.
- • Ein zweiter Angriff tötet einen Sanitäter, zwei weitere werden verletzt.
- • Gesundheitsministerium meldet 27 Tote in Südlibanon in drei Tagen.
- • Präsident Aoun nennt Eskalation Gefahr für Waffenruhe vom Juni.
- • Israelische Armee spricht von Hisbollah-Zielen und prüft zivile Opfer.
Zwölf Tote bei Luftangriffen auf Kfar Roummane
Israelische Luftangriffe haben im Südlibanon mindestens zwölf Menschen getötet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums zerstörte ein erster Angriff kurz nach Mitternacht ein dreistöckiges Wohngebäude in Kfar Roummane im Bezirk Nabatieh. Elf Menschen starben, darunter zwei Kinder und vier Frauen. Ein zweiter Angriff traf ein Fahrzeug mit Sanitätern und tötete einen von ihnen, zwei weitere wurden verletzt.
Sanitäter unter den Opfern – Israel nennt Hisbollah-Ziele
Das Gesundheitsministerium identifizierte die getöteten Sanitäter als Angehörige der mit der Hisbollah verbundenen Islamic Health Association und der Risala Scout Association, die der Amal-Bewegung nahesteht. Die israelische Armee erklärte, sie habe „mehrere terroristische Infrastrukturen der Hisbollah“ und „mehrere Terroristen, die Waffen transportierten“ angegriffen. Als Auslöser nannte sie einen Drohnenangriff der Hisbollah auf israelische Soldaten im Gebiet Ali al-Taher, südlich von Kfar Roummane. Die Behauptung, es seien Unbeteiligte getroffen worden, werde geprüft.
Präsident Aoun: Waffenruhe vom Juni in Gefahr
Libanons Präsident Joseph Aoun nannte die „gefährliche Eskalation“ eine Bedrohung für die im Juni vermittelte Waffenruhe der USA. Diese sieht vor, dass die Hisbollah ihre Waffen abgibt, israelische Truppen schrittweise abziehen und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Die Hisbollah lehnt diesen Rahmen ab. Ein Abgeordneter der Gruppe, Ali Ammar, sagte: „Die Sprache des Widerstands ist die einzige Sprache, die gegen den israelischen Feind wirksam ist.“
Bewohner fliehen – mehr als 4.300 Tote seit Konfliktbeginn
Die Angriffe ereigneten sich wenige hundert Meter von der von Israel besetzten „Sicherheitszone“. Bewohnerin Sara Moallaem, 35, sagte der BBC, sie packe bereits zum sechsten oder siebten Mal und wolle mit ihren Kindern nach Sidon fliehen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Konfliktbeginn am 2. März mindestens 4.362 Menschen im Libanon getötet, darunter 395 Frauen und 259 Kinder. Israel meldet 40 getötete Soldaten und vier Zivilisten.
Wie dieser Artikel entstanden ist
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