Zwölf Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon
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Wichtige Fakten
- • Mindestens zwölf Menschen starben bei israelischen Luftangriffen auf Kfar Roummane im Südlibanon.
- • Ein Luftschlag zerstörte ein Wohngebäude, elf Tote darunter zwei Kinder und vier Frauen.
- • Ein zweiter Angriff tötete einen Sanitäter in einem Fahrzeug.
- • Libanons Gesundheitsministerium meldet 27 Tote in den vergangenen drei Tagen.
- • Präsident Joseph Aoun warnt vor Gefahr für den US-vermittelten Waffenstillstand.
Zwölf Tote bei israelischen Angriffen auf Kfar Roummane
Israels Luftwaffe hat das Dorf Kfar Roummane im Südlibanon angegriffen und dabei nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet. Ein Luftschlag zerstörte kurz nach Mitternacht ein dreistöckiges Wohngebäude nahe dem Kreisverkehr Shuyuiya; elf Menschen starben, darunter zwei Kinder und vier Frauen. Ein zweiter Angriff traf ein Fahrzeug mit Sanitätern und tötete einen von ihnen, zwei weitere wurden verletzt.
Israel verweist auf Hisbollah-Kämpfer
Die israelische Armee erklärte, die Angriffe hätten Hisbollah-Infrastruktur und Kämpfern gegolten, die Waffen transportierten. Zuvor hätten Hisbollah-Kämpfer zwei Sprengdrohnen auf israelische Soldaten im nahen Ali-al-Taher-Gebiet abgefeuert. Die Behauptung, bei den Angriffen seien Unbeteiligte getroffen worden, werde geprüft. Das Gesundheitsministerium sprach dagegen von einem Beweis für schwere Verstöße Israels gegen das humanitäre Völkerrecht, da Kinder und Sanitäter betroffen seien.
Eskalation gefährdet Waffenstillstand
Libanons Präsident Joseph Aoun nannte die Angriffe eine gefährliche Eskalation, die den im Juni von den USA vermittelten Waffenstillstand gefährde. Allein in den vergangenen drei Tagen seien bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon mindestens 27 Menschen getötet worden. Hisbollah-Parlamentarier Ali Ammar drohte: „Die Sprache des Widerstands ist die einzige Sprache, die gegen den israelischen Feind wirkt.“ Der Waffenstillstand sieht vor, dass die Hisbollah entwaffnet und Israel seine Truppen zurückzieht; die Hisbollah lehnt den Rahmen ab.
Bewohner fliehen erneut
Die 35-jährige Sara Moallaem schilderte der BBC, sie habe mit ihren fünf Kindern im Schutzraum ihres Hauses ausgeharrt. Die Getöteten seien entfernte Verwandte ihres Mannes gewesen, Zivilisten ohne Verbindung zur Hisbollah. Sie packe nun zum sechsten oder siebten Mal, um nach Sidon an der Küste zu fliehen: „Jetzt, wo sie Zivilisten angreifen, will ich nicht um meine Kinder weinen.“ Seit Beginn des Konflikts sind nach libanesischen Angaben mindestens 4.362 Menschen getötet worden, darunter 395 Frauen und 259 Kinder; Israel meldet 40 getötete Soldaten und vier Zivilisten.
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