Kanada vergibt Milliarden-U-Boot-Auftrag an deutschen Hersteller TKMS
Wichtige Fakten
- • Kanada bestellt zwölf U-Boote bei TKMS aus Kiel.
- • Auftragswert bis zu 100 Milliarden Kanadische Dollar (ca. 62 Mrd. Euro).
- • Deal war knappe Entscheidung gegen südkoreanische Konkurrenz.
- • U-Boote vom Typ 212CD ermöglichen trilaterale Flotte mit Deutschland und Norwegen.
- • Bau in Kiel und Wismar; bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze in Wismar.
Milliardendeal für Kieler Werft
Kanada hat den milliardenschweren Großauftrag zum Bau von zwölf U-Booten an den deutschen Marineschiffbauer TKMS aus Kiel vergeben. Es handelt sich um den größten U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte und einen der größten Rüstungsaufträge Deutschlands überhaupt. Premierminister Mark Carney betonte, die Entscheidung sei knapp gegen Südkorea gefallen und diene Kanadas strategischen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen. Der Auftrag umfasst Beschaffung, Wartung und Betrieb der U-Boote der Klasse 212CD, die bereits von Deutschland und Norwegen genutzt werden. So entsteht eine trilaterale Flotte, die die weltweit größte konventionelle U-Boot-Flotte bilden könnte.
Fokus auf Arktis und Unabhängigkeit
Kanada setzt mit dem Deal auf europäische Partner, um der Aufrüstung Russlands und Chinas in der Arktis entgegenzuwirken. Carney hob hervor, dass schmelzendes Polareis neue Schifffahrtswege eröffne, die verteidigt werden müssten. Zudem will sich Kanada unabhängiger von den USA machen. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem starken Zeichen der transatlantischen Zusammenarbeit, Verteidigungsminister Boris Pistorius von einem Meilenstein. Der Auftrag soll Arbeitsplätze in Kiel und Wismar schaffen – in Wismar könnten bis zu 1.500 neue Jobs entstehen. In Kanada wird erwartet, dass der Wert der Investition vollständig durch Investitionen im Land ausgeglichen wird.
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