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Wirtschaft 06.07.2026, 08:29 Aktualisiert: 06.07.2026, 18:02

DAX durchbricht 25.900 Punkte, verliert aber zum Handelsschluss

DAX überwand erstmals 25.900 Punkte, schloss bei 25.817 Zählern.

Wichtige Fakten

  • DAX überwand erstmals 25.900 Punkte, schloss bei 25.817 Zählern.
  • Auftragseingänge im Mai stiegen überraschend, vor allem aus dem Ausland.
  • Experten: Wirtschaft bleibt durch Iran-Krieg und KI-Unsicherheiten belastet.
  • Porsche plant mögliche Streichung von 4.000 Stellen.
  • Kanada prüft TKMS und Hanwha Ocean für U-Boot-Auftrag.

DAX erklimmt Rekordhoch, dann Gewinnmitnahmen

Der DAX eilte am Montag auf ein neues Allzeithoch von 25.900 Punkten, gab aber im Tagesverlauf einen Großteil der Gewinne wieder ab und schloss mit plus 0,15 Prozent bei 25.817 Zählern. Positive Konjunkturdaten aus der Industrie sorgten zunächst für eine Rekordjagd. Im Mai stiegen die Auftragseingänge überraschend um 1,9 Prozent zum Vormonat, vor allem dank Großaufträgen aus dem Ausland, insbesondere der Eurozone. Inlandsaufträge legten dagegen nur um 1,3 Prozent zu. Der MDax gewann 0,90 Prozent auf 33.291 Punkte.

Fachleute mahnen zur Vorsicht

Trotz der Rekorde bleiben Experten zurückhaltend. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, warnte, dass der Iran-Krieg die positiven Effekte der Rüstungsausgaben der Bundesregierung zunichtemache. Auch Timo Emden von Emden Research verwies auf erhebliche Unwägbarkeiten wie Nahost-Risiken, den weiteren Zinspfad der Notenbanken und kritische Fragen zum KI-Sektor. Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über ein Friedensabkommen kommen nicht voran. Analyst Frank Sohlleder bleibt optimistisch: Da es keine neuen Ad-hoc-Meldungen zu Iran und Ukraine gebe, bleibe der Weg für die Bullen frei.

Branchen individuell: Porsche, TKMS und KI-Sorgen

In der Automobilbranche plant Porsche laut Medienberichten den Abbau von bis zu 4.000 Stellen, vor allem im Management und in der Verwaltung. Die Aktien der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS stiegen, da Kanada voraussichtlich am Montag den bevorzugten Bieter für zwölf U-Boote bekannt gibt. Thyssenkrupp konkurriert mit der südkoreanischen Werft Hanwha Ocean. Mit Spannung warten Anleger auf die Geschäftszahlen der Technologieunternehmen: Unsicherheit wächst, ob sich hohe KI-Investitionen in Gewinnen niederschlagen.

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