Iran verstärkt Kontrolle über Straße von Hormuz nach Khameneis Tod
Wichtige Fakten
- • IRGC zwingt Schiffe in der Straße von Hormuz zur Umkehr.
- • Ölpreis fällt um 40% auf 75 Dollar pro Barrel.
- • USA und Iran einigen sich auf 60-tägigen Waffenstillstand.
- • Frankreich und UK planen Minenräummission im Südkorridor.
- • Iran nutzt Koranverse, um Botschaften an Golfstaaten zu senden.
Nach dem Tod von Irans oberstem Führer Ali Khamenei hat der Iran seine Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormuz verschärft. Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) warnten mehrere Schiffe und zwangen sie zur Umkehr, während die Schiffsbewegungen durch die Meerenge am Sonntag weiter zurückgingen. Laut der Schiffsverfolgungsfirma Marine Traffic sank die Zahl der Durchfahrten am 2. Juli auf 38, ein Rückgang von 10% im Vergleich zum Vortag. Gleichzeitig stiegen die Fahrten unter iranischer Flagge deutlich an.
US-amerikanische und iranische Unterhändler hatten sich am 17. Juni auf eine vorläufige Vereinbarung geeinigt, die eine Wiederherstellung des Schiffsverkehrs und einen 60-tägigen Waffenstillstand vorsieht. Beide Seiten nutzen die Zeit jedoch, um ihre militärischen Positionen zu stärken. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an, eine Minenräummission in den südlichen Korridor zu entsenden, was Iran ablehnte.
Der Ölpreis fiel seit Beginn der Krise um 40% auf etwa 75 Dollar pro Barrel, was die geringere Abhängigkeit von iranischem Öl widerspiegelt. Bei Khameneis Beerdigung sandte Iran durch ausgewählte Koranverse subtile Botschaften an die teilnehmenden Golfdelegationen, darunter eine Warnung an Saudi-Arabien und eine Kritik an der Türkei. Die Vereinigten Arabischen Emirate entsandten keine Delegation.
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