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International 10.02.2026, 06:40 Aktualisiert: 10.02.2026, 18:03

Kuba: Flugverkehr weiterhin durch Treibstoffmangel beeinträchtigt

Air Canada stellt Flüge nach Kuba wegen Kerosinmangels ein und fliegt 3.000 gestrandete Passagiere mit Leerflügen aus.

Wichtige Fakten

  • Air Canada stellt Flüge nach Kuba wegen Kerosinmangels ein und fliegt 3.000 gestrandete Passagiere mit Leerflügen aus.
  • Verschärfte US-Sanktionen blockieren Öllieferungen aus Venezuela nach Kuba seit Mitte Dezember.
  • Kanada ist für Kuba die zweitgrößte Quelle direkter Investitionen, der Tourismus ist stark betroffen.
  • Autofahrer in Kuba müssen lange Wartezeiten an Tankstellen hinnehmen.
  • US-Airlines wie American Airlines sind vom Treibstoffmangel nicht betroffen, da sie von Florida aus fliegen.

Flugverkehr beeinträchtigt

Wegen akuten Kerosinmangels hat Air Canada ihre Flüge nach Kuba ausgesetzt, da an den dortigen Flughäfen voraussichtlich kein Flugbenzin mehr erhältlich ist. Das Unternehmen kündigte an, in den kommenden Tagen Leerflüge zu schicken, um etwa 3.000 gestrandete Passagiere auszufliegen. Auch andere Airlines reagieren auf die Energiekrise: Die kanadische WestJet fährt ihren Betrieb nach Kuba herunter, und die spanische Air Europa plant Zwischenlandungen in der Dominikanischen Republik zum Auftanken auf der Strecke Madrid-Havanna.

Ursachen und Auswirkungen

Hintergrund des Engpasses sind verschärfte US-Sanktionen, die Öllieferungen aus Venezuela an den kommunistisch regierten Inselstaat blockieren. Kuba ist für seine Treibstoffversorgung in hohem Maße auf Venezuela angewiesen und hat seit Mitte Dezember keine Lieferungen mehr erhalten. Der Treibstoffmangel betrifft auch Autofahrer, die lange Wartezeiten an Tankstellen einplanen müssen. Die kubanische Luftfahrtbehörde hat sich bisher nicht zu dem Treibstoffmangel geäußert.

Tourismus und Wirtschaft

Der Tourismus aus Kanada ist für Kuba sehr wichtig, da Kanada laut Global Affairs Canada die zweitgrößte Quelle direkter Investitionen im Land ist. US-Fluggesellschaften wie American Airlines sind von dem Engpass nicht betroffen, da sie von nahegelegenen Flughäfen in Florida aus fliegen und ausreichend Treibstoff für Rückflüge mitführen.

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