Kevin Warsh übernimmt Fed-Spitze: Unbequemer für Trump als erwartet?
Wichtige Fakten
- • Kevin Warsh wird neuer Fed-Vorsitzender und steht unter Druck von Trump.
- • Warsh plädiert für KI als disinflationäre Kraft und niedrige Zinsen.
- • Fed-Bilanzsumme beträgt 6,7 Billionen Dollar, soll laut Warsh schrumpfen.
- • Jerome Powell bleibt im Fed-Ausschuss und könnte Mehrheiten blockieren.
- • Warshs Bilanzpolitik könnte langfristige Zinsen steigern lassen.
Warshs Amtsantritt und politischer Druck
Kevin Warsh übernimmt heute den Vorsitz der US-Notenbank. Präsident Donald Trump forderte im Vorfeld eine sofortige Zinssenkung und droht mit Enttäuschung, falls dies ausbleibt. Warsh selbst hat sich in der Vergangenheit für niedrigere Zinsen ausgesprochen und KI als preisdämpfend bezeichnet. Allerdings entscheidet der Fed-Chef nicht allein – er braucht eine Mehrheit im Offenmarktausschuss, dem auch der bisherige Vorsitzende Jerome Powell angehört.
Inflation und Bilanzpolitik
Warsh setzt bei der Inflationsmessung auf „Trimmed Mean“-Werte, die jedoch in Krisenzeiten die Inflation unterschätzen könnten. Zudem plant er, die aufgeblähte Fed-Bilanz abzubauen, was die US-Staatsanleihen langfristig verteuern würde. Dies könnte Trumps Hoffnungen auf günstige Finanzierungskosten zunichtemachen. Experten zweifeln, ob Warsh im Ausschuss Mehrheiten für eine lockere Geldpolitik findet; möglicherweise dient die fehlende Mehrheit als Schutz vor Trump.
Auswirkungen für Märkte und Trump
Sollte Warsh gezwungen sein, die Bilanz zu schrumpfen, ohne die Zinsen senken zu können, wäre die Geldpolitik insgesamt restriktiver. Die Fed-Politik könnte für Trump unerwartet unbequem ausfallen.
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