KfW verzeichnet Rekordförderung trotz Gewinnrückgang
Wichtige Fakten
- • KfW vergab 2025 61 Mrd. Euro an Krediten und Zuschüssen (+33%).
- • Der Gewinn sank um 400 Mio. Euro auf 1 Mrd. Euro.
- • 752.000 Immobilienbesitzer wurden gefördert (+50% gegenüber Vorjahr).
- • 137.000 Unternehmen und 35.000 Gründer profitierten von Förderprogrammen.
- • Gewinnrückgang durch Wechselkurseffekte des US-Dollars verursacht.
Rekordförderung bei Immobilien und Unternehmen
Die staatliche Förderbank KfW hat im Jahr 2025 Kredite und Zuschüsse in Höhe von 61 Milliarden Euro vergeben, was einem Drittel mehr als im Vorjahr entspricht. Davon profitierten insbesondere 752.000 Immobilienbesitzer, was eine Steigerung von 50 Prozent bedeutet, sowie 137.000 Unternehmen und 35.000 Gründer. Die Nachfrage konzentrierte sich stark auf Heizungsförderungen und klimafreundliche Neubauten, wie das Beispiel eines Frankfurter Wohnungskäufers zeigt, der einen KfW-Kredit für nachhaltige Kriterien nutzte.
Gewinnrückgang trotz hoher Nachfrage
Trotz der gestiegenen Förderaktivitäten verzeichnete die KfW einen Gewinnrückgang von 400 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro. Laut KfW-Chef Stefan Wintels sind dafür vor allem geopolitischen Veränderungen und die hohe Volatilität des US-Dollars verantwortlich, da die Bank Kredite in US-Dollar für Auslandsprojekte vergibt und der Dollar 2025 an Wert verlor. Die Förderprogramme im Inland bleiben jedoch weiterhin gefragt, und die Bank erwartet für das laufende Jahr eine ähnlich hohe Nachfrage.
Planungen zur Vereinfachung der Förderprogramme
Die KfW plant, ihre mehr als zehn Förderprogramme im Bereich 'Bauen und Wohnen' auf zwei Programme zu reduzieren – eines für Neubau und eines für Sanierungen – wobei die Konditionen unverändert bleiben sollen. Diese Umstrukturierung soll Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres umgesetzt werden. Zudem arbeitet die Bundesregierung an einer Reform der Heizungsregeln, was Experten wie Ulf Moslener als potenzielle Unsicherheit für Hausbesitzer kritisieren, während die KfW betont, dass sich bisher an der Heizungsförderung nichts geändert hat.
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