Kinderkrankentage: Mütter bleiben häufiger zuhause als Väter
Wichtige Fakten
- • 2025 nahmen Frauen 73% der Kinderkrankentage.
- • Männeranteil bundesweit 27% – in Bayern nur 23%.
- • 4,6% der Berechtigten beantragten Kinderkrankengeld 2025.
Ungleiche Verteilung bei Kinderkrankentagen
Wenn kranke Kinder zu Hause betreut werden müssen, übernehmen das laut einer Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) nach wie vor meistens berufstätige Mütter. 2025 nahmen fast drei Viertel der Kinderkrankentage (73 Prozent) weibliche Kassenmitglieder, ermittelte das Wissenschaftliche Institut der AOK. Der Anteil der Männer lag bundesweit bei 27 Prozent – etwa jedes neunte Kind wurde also vom Vater betreut. In Bayern war der Väteranteil am niedrigsten mit nur 23 Prozent, am höchsten in Sachsen mit fast 31 Prozent.
Hintergrund und Anspruch
Die Chefin des AOK-Bundesverbands betonte, dass die Daten die weiterhin ungleiche Verteilung der Care-Arbeit in Familien zeigten. Sie wünschte sich, dass Männer häufiger von ihrem Rechtsanspruch Gebrauch machten – pro Kind und Elternteil stehen 15 Tage, für Alleinerziehende 30 Tage Kinderkrankengeld pro Jahr zu, seit Jahresbeginn 2024 bereits ab dem ersten Tag. Das Krankengeld beträgt in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes. Insgesamt beantragten 2025 4,6 Prozent der berechtigten Versicherten mindestens einmal Kinderkrankengeld, leicht weniger als 2024 (4,8 Prozent). Der Höchstwert lag zu Pandemiezeiten 2022 bei 5,1 Prozent. Die Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK basiert auf Daten von 14,9 Millionen erwerbstätigen AOK-Mitgliedern.
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