Iran lehnt Waffenruhe-Vorschlag ab - Trump setzt Ultimatum erneut
Wichtige Fakten
- • Die iranische Führung hat den pakistanischen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe offiziell zurückgewiesen.
- • US-Präsident Trump verlängerte sein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus erneut bis Dienstagabend (20 Uhr US-Ostküstenzeit).
- • Iran droht mit Ausweitung der Angriffe auf weitere Schifffahrtswege wie Bab al-Mandab bei US-Eskalation.
- • Die iranische Zivilbevölkerung fürchtet Angriffe auf Kraftwerke und leidet unter einer seit fünf Wochen andauernden Internetsperre.
- • Ölpreise bleiben aufgrund der unsicheren Lage volatil, die Straße von Hormus ist weiter gesperrt.
Eskalation der Drohungen und neue Details
Die USA und Iran setzen ihren Konflikt um die Straße von Hormus mit martialischen Drohungen fort. US-Präsident Donald Trump verlängerte sein Ultimatum erneut und drohte in vulgären Social-Media-Posts auf Truth Social mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken bis Dienstagabend (20 Uhr US-Ostküstenzeit). Iranische Vertreter wie Ali-Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des Obersten Führers, kündigten daraufhin mögliche Angriffe auf weitere Schifffahrtswege wie Bab al-Mandab an, falls die USA und Israel ihre Angriffe eskalieren. Der iranische Kommunikationsbeamte Mehdi Tabatabaei betonte, die Straße von Hormus werde erst wieder geöffnet, wenn Kriegsschäden aus Transitgebühren kompensiert werden, während das Marinekommando der Revolutionsgarden erklärte, die Meerenge werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel".
Iran lehnt Waffenruhe-Vorschlag ab
Die iranische Führung hat den unter pakistanischer Vermittlung ausgearbeiteten Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe laut Staatsmedien offiziell zurückgewiesen. Iran strebt eine dauerhafte Beendigung des Krieges an und hat eine zehnpunkte Antwort an Pakistan übermittelt, die ein Ende der Konflikte, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, Sanktionsaufhebungen und Wiederaufbau umfasst. Der Leiter der iranischen diplomatischen Mission in Kairo, Modschtaba Ferdussi Pur, sagte, sein Land werde keine bloße Waffenruhe hinnehmen und akzeptiere ein Kriegsende nur mit Garantien gegen erneute Angriffe. Das Weiße Haus erklärte, die USA würden den Vorschlag prüfen, Trump habe ihn aber noch nicht gebilligt.
Internationale Reaktionen und humanitäre Lage
Trumps Drohungen haben international für Aufsehen gesorgt. EU-Ratspräsident António Costa verurteilte sie als illegal und inakzeptabel, da Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Energieanlagen gegen das Völkerrecht verstoßen. Parallel dazu leidet die iranische Zivilbevölkerung: Viele fürchten Angriffe auf Kraftwerke, die die Stromversorgung lahmlegen könnten, und leiden unter einer seit über fünf Wochen andauernden Internetsperre. Die BBC berichtet von stockenden Wasservorräten und wirtschaftlichen Problemen, während der Ölpreis aufgrund der unsicheren Lage volatil bleibt. Die Unterbrechung der Schifffahrt in der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung fließt, treibt Energiepreise und Inflationssorgen weltweit.
US-Pressekonferenz und militärische Entwicklungen
In einer Pressekonferenz bekräftigte Trump sein Ultimatum und drohte erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran, falls das Land nicht einlenke. Er sagte, das ganze Land könne "in einer Nacht ausgelöscht werden", und wies Fragen nach möglichen Kriegsverbrechen zurück. Gleichzeitig lobte er die US-Rettungsmission für einen verletzten Piloten, dessen Kampfjet über Iran abgeschossen worden war. Iranische Medien behaupteten, die Mission sei gescheitert, was von US-Seite dementiert wurde. Diese Entwicklungen zeigen die militärischen Risiken des Konflikts, während Experten auf die Grenzen der US-Luftüberlegenheit hinweisen.
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