Krisenmanagement in Berlin: Neue Vorwürfe gegen Bürgermeister Wegner nach Stromausfall
Wichtige Fakten
- • Kai Wegner spielte Tennis während der Stromausfall-Krise am 3. Januar.
- • Der Tagesspiegel berichtet von Lücken in Wegners Telefonkontakten an diesem Tag.
- • Die Opposition wirft Wegner vor, die Wahrheit nur scheibchenweise preiszugeben.
- • Wegner kündigte rechtliche Schritte gegen den Tagesspiegel-Bericht an.
Vorwürfe gegen Wegners Krisenmanagement
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sieht sich mit neuen Vorwürfen zu seinem Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls im Januar konfrontiert. Nachdem er bereits einräumen musste, am ersten Tag der Krise mittags Tennis gespielt zu haben, geht es nun um die Frage, ob er falsche Angaben zu seinem Arbeitspensum vor dem Tennismatch gemacht hat. Der Tagesspiegel berichtet, dass Wegners Telefon- und SMS-Kontakte am Vormittag des 3. Januar zeigen, dass er zwar mit Senatsmitgliedern und dem Krisenstab, aber nicht mit der Bundesregierung oder Stromnetz Berlin gesprochen habe – entgegen seiner früheren Aussagen in einem Interview mit Welt TV.
Reaktionen und Forderungen
Wegner wies die Vorwürfe auf einer Senatspressekonferenz zurück und kündigte rechtliche Schritte gegen den Tagesspiegel an, lehnte es aber ab, den Tagesablauf detailliert darzulegen. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus reagierte mit scharfer Kritik: AfD-Fraktionschefin Kristin Brinker sprach vom 'Lügenbaron Berlins', während Grüne und Linke Aufklärung forderten. Auch der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach, Wegners Koalitionspartner, erwartet mehr Transparenz. Die Berliner FDP forderte indirekt Wegners Rücktritt, indem sie in Frage stellte, ob er seiner Verantwortung noch gerecht werden könne.
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