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Kultur 10.02.2026, 04:30 Aktualisiert: 10.02.2026, 18:11

Weitere Künstler distanzieren sich von Wasserman – Kongress kritisiert geschwärzte Namen in Epstein-Akten

Ghislaine Maxwell verweigerte eine Aussage vor dem US-Kongress unter Berufung auf ihr Schweigerecht.

Wichtige Fakten

  • Ghislaine Maxwell verweigerte eine Aussage vor dem US-Kongress unter Berufung auf ihr Schweigerecht.
  • Maxwell bot an, Bill und Hillary Clinton sowie Donald Trump von Fehlverhalten im Epstein-Skandal zu entlasten.
  • Kongressmitglieder kritisieren unzulässige Schwärzungen von Namen in den veröffentlichten Epstein-Akten.
  • Die Sängerin Chappell Roan und mehrere Bands haben die Zusammenarbeit mit der Agentur Wasserman beendet.
  • Casey Wasserman entschuldigte sich für flirtatöse E-Mails mit Maxwell aus dem Jahr 2003.

Künstler beenden Zusammenarbeit mit Wasserman nach Epstein-Akten

Die Sängerin Chappell Roan und Bands wie Wednesday und Beach Bunny haben die Zusammenarbeit mit der Talentagentur Wasserman beendet, nachdem flirtatöse E-Mails zwischen Agenturchef Casey Wasserman und der verurteilten Sexhändlerin Ghislaine Maxwell aus dem Jahr 2003 in den Epstein-Akten veröffentlicht wurden. Roan begründete ihren Schritt mit moralischen Werten und dem Schutz ihres Teams, während Wasserman sich für die Kommunikation entschuldigte und betonte, dass dies vor der Aufdeckung der Verbrechen stattfand. Weitere Künstler wie die Dropkick Murphys und Best Coast distanzierten sich ebenfalls, wobei einige wie Sleigh Bells aus finanziellen Gründen bei der Agentur bleiben.

Maxwell verweigert Aussage und bietet Entlastung an

Ghislaine Maxwell, die eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, verweigerte Aussagen vor dem US-Repräsentantenhaus unter Berufung auf ihr Schweigerecht. Der Vorsitzende des Oversight Committee, James Comer, äußerte Enttäuschung, da Maxwell potenzielle Mittäter nicht benennen wollte. Maxwell bot jedoch an, das Ehepaar Hillary und Bill Clinton sowie US-Präsident Donald Trump mit einer Aussage zu entlasten, was von Demokraten als Versuch interpretiert wird, eine Begnadigung durch Trump zu erreichen.

Kongress kritisiert unzulässige Schwärzungen in Epstein-Akten

US-Gesetzgeber wie Thomas Massie und Ro Khanna haben die unzulässige Schwärzung von Namen in den veröffentlichten Epstein-Akten kritisiert. Sie fanden sechs Männer, deren Namen geschwärzt wurden, obwohl sie laut Massie wahrscheinlich durch ihre Einbindung in die Akten belastet sind. Das Justizministerium entschärfte einige Schwärzungen nach Beschwerden, doch die Abgeordneten fordern weitere Transparenz gemäß dem Epstein Files Transparency Act.

Weitere politische Entwicklungen und Forderungen

Die US-Justiz hat Millionen Seiten aus der Epstein-Untersuchung freigegeben, die Verbindungen zu zahlreichen Prominenten offenlegen, was zu Transparenzforderungen von Überlebenden führte. Der demokratische Senator Chuck Schumer kündigte ein Gesetz an, um Verjährungsfristen für bestimmte Sexualstraftaten abzuschaffen. Zudem stehen Handelsminister Howard Lutnick und andere unter Rücktrittsforderungen nach Enthüllungen in den Akten.

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