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International 21.03.2026, 09:01 Aktualisiert: 21.03.2026, 10:04

Labor gewinnt Wahl in South Australia, One Nation legt deutlich zu

Labor-Premier Peter Malinauskas gewinnt Wahl in South Australia deutlich.

Wichtige Fakten

  • Labor-Premier Peter Malinauskas gewinnt Wahl in South Australia deutlich.
  • One Nation verzeichnet starke Zugewinne in regionalen Wahlkreisen.
  • Liberale Partei verliert massiv und könnte nur noch 6-8 Sitze halten.
  • One Nation schloss Kandidaten Aoi Baxter nach Berichten über Haftbefehl aus.
  • Über 35% der Wähler stimmten vor dem Wahltag ab – ein Rekord.

Wahlsieg für Labor

Bei der Parlamentswahl im australischen Bundesstaat South Australia hat die regierende Labor Party unter Premier Peter Malinauskas einen deutlichen Sieg erzielt und kann mit einer zweiten Amtszeit rechnen. Bereits kurz nach Schließung der Wahllokale deutete sich ein Erdrutschsieg an, wobei Labor in der Metropole Adelaide über 45 Prozent der Erststimmen erhielt. Malinauskas erhält damit ein Mandat für seine zweite Amtszeit, die sich auf Wohnungsbau, kostenlose Bildung und Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Bildschirmen konzentrieren soll.

One Nation als Gewinner

Die rechtspopulistische One Nation von Pauline Hanson verzeichnete überraschend starke Zugewinne, insbesondere in regionalen Wahlkreisen wie Narungga, Chaffey und Hammond. Politikexperten sehen darin eine potenzielle Neuausrichtung der australischen Politik, vergleichbar mit den Erfolgen der Partei in Queensland 1998. Allerdings lief der Wahlkampf nicht ohne Kontroversen: One Nation schloss ihren Kandidaten für den Wahlkreis Adelaide, Aoi Baxter, aus, nachdem Medien über einen Haftbefehl gegen ihn im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt in Großbritannien berichtet hatten.

Liberale im Absturz

Die liberale Opposition erlitt massive Verluste und könnte nach ersten Hochrechnungen nur noch 6 bis 8 der 47 Sitze im Unterhaus halten, verglichen mit bisher 13. Die Partei hatte in den vergangenen Jahren mit internen Skandalen und häufigen Führungswechseln zu kämpfen, zuletzt unter der erst 35-jährigen Vorsitzenden Ashton Hurn. Trotz der Anweisung der Liberalen, One Nation gegenüber Labor zu bevorzugen, lief die One-Nation-Kampagne mit offenen Stimmzetteln, was die Auszählung in knappen Wahlkreisen verkomplizieren könnte.

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