Lebenslange Haft für Bombenanschlag in Bangkok: Todesurteil gegen Uiguren
Wichtige Fakten
- • Zwei Uiguren wegen tödlichem Bombenanschlag von 2015 in Bangkok zum Tode verurteilt.
- • Anschlag forderte 20 Tote und 120 Verletzte am Erawan-Schrein.
- • Menschenrechtsgruppen kritisieren Untersuchungsmängel und Foltervorwürfe.
- • Angeklagte sehen Verbindung zur Abschiebung von Uiguren, Regierung bestreitet dies.
Ein Gericht in Thailand hat zwei Angeklagte aus der uigurischen Minderheit Chinas für den Bombenanschlag am Erawan-Schrein in Bangkok von 2015 verantwortlich gemacht und zum Tode verurteilt. Bei der Explosion kamen 20 Menschen ums Leben, mehr als 120 wurden verletzt. Die Angeklagten bestreiten die Tat und brachten die Ermittlungsergebnisse in Verbindung mit der vorherigen, teils gewaltsamen Abschiebung von 109 Uiguren durch die damalige Militärregierung. Die Ermittlungen waren nach Darstellung von Rechts- und Menschenrechtsorganisationen von Problem behaftet, darunter fehlerhafte Überwachungsaufnahmen, sowie der Vorwurf von Folter von Verdächtigen zur Erzwingung von Geständnissen. Der vorsitzende Richter verwies auf Telefonaufzeichnungen als beweiskräftigen Beleg, die die Angeklagten zur relevanten Zeit in der Nähe des Notsort zeigen würden. Die Verteidigung kündigte Berufung an.
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