Lebenslange Haft für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt
Wichtige Fakten
- • Taleb A. zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt.
- • Gericht stellte besondere Schwere der Schuld fest.
- • Sicherungsverwahrung am Ende der Haft wird geprüft.
- • Tat aus persönlichen Motiven, nicht ideologisch.
- • Über 200 Nebenkläger im Prozess vertreten.
Urteil im Prozess um Magdeburger Weihnachtsmarkt-Anschlag
Das Landgericht Magdeburg hat den Angeklagten Taleb A. für den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt von 2024 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 51-jährige Saudi-Araber war am 20. Dezember 2024 mit einem Mietwagen über den Weihnachtsmarkt gerast, dabei beschleunigte er auf bis zu 48 km/h. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben, Hunderte wurden verletzt. Das Gericht verurteilte ihn unter anderem wegen Mordes und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem ordnete es den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an, der am Ende der regulären Haft gerichtlich geprüft wird.
Prozess und Hintergründe
Mehr als 200 Betroffene waren als Nebenkläger vertreten. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe gefordert, ebenso die Nebenklage. Laut Anklage handelte A. aus persönlichen Motiven, nicht aus ideologischen Gründen. Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Der Angeklagte zeigte keine Reue oder Einsicht. Die Verteidigung hatte die Sicherungsverwahrung abgelehnt. Taleb A. hatte in Deutschland Asyl und arbeitete als Psychiater im Maßregelvollzug.
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