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Inland 17.06.2026, 04:00 Aktualisiert: 17.06.2026, 18:04

Linksjugend: Interne Chats belegen Antisemitismus und Verklärung von Stalin & DDR

Linksjugend-Mitglieder verherrlichen Stalin, Mao und die DDR.

Wichtige Fakten

  • Linksjugend-Mitglieder verherrlichen Stalin, Mao und die DDR.
  • Seit 2024 verdoppelte sich die Mitgliederzahl der Linksjugend auf rund 14.300.
  • Bundessprecher Schäfer stellt den islamistischen Charakter der Hamas infrage.
  • Landessprecher H. verwendet NS-Rhetorik: 'Israel verrecke!'
  • Bundespartei Die Linke sichert Prüfung der Vorwürfe zu.

Antisemitische Parolen und Stalin-Verherrlichung in der Linksjugend

Recherchen des Bayerischen Rundfunks enthüllen, dass Funktionäre und Vorstandsmitglieder der Linksjugend in internen Foren und Chats antisemitische Parolen verbreiten und Diktatoren wie Josef Stalin, Mao Zedong sowie die DDR verherrlichen. Der Bundesarbeitskreis 'Agitationspropaganda' (BAK Agitprop) bezeichnete sich selbst als 'stalinistisch' und postete Bilder von Stalin und Honecker. Nach BR-Anfragen löste sich der Arbeitskreis am 1. Juni 2026 auf und löschte alle Beiträge.

Mitgliederzuwachs und Radikalisierung im Nahostkonflikt

Die Linksjugend verzeichnet einen enormen Mitgliederzuwachs: Seit 2024 hat sich die Zahl auf rund 14.300 fast verdoppelt. Im internen Forum wird Israel als 'Genozid-Staat' bezeichnet, Landessprecher Lucas H. schrieb sogar 'Israel verrecke!' – eine Formulierung, die an den NS-Spruch 'Juda verrecke' erinnert. Zudem stellen Funktionäre den islamistischen Charakter der Hamas infrage, obwohl der Verfassungsschutz diese eindeutig als islamistische Terrororganisation einstuft.

Bundesvorstand distanziert sich, Linkspartei kündigt Prüfung an

Der Bundesvorstand der Linksjugend betonte auf Anfrage, man lehne jede Form von Antisemitismus und Gewaltaufrufen ab, und kündigte interne Prüfungen an. Die Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling versicherte, die Partei habe das Gespräch mit dem Jugendverband gesucht und werde die Vorwürfe ernsthaft verfolgen. Die Affäre könnte nun Bundesparteitag der Linken an diesem Wochenende in Potsdam belasten.

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