Siedlergewalt im Westjordanland: Eskalation und Vorgehen der Armee unter Kritik
Wichtige Fakten
- • Zwei Israelis und vier Palästinenser getötet bei einem Zwischenfall in Tell.
- • Siedler legten Brände, zerstörten Olivenbäume und Autos in Sarra.
- • Die Armee griff nicht ein, Siedler agierten mit Unterstützung?
- • Siedler griffen auch Gehöft in al-Mughayyir an, Soldaten standen daneben.
- • UN zählte 45 verletzte Palästinenser durch Siedler in einer Woche.
Nahost: Eskalation der Siedlergewalt im Westjordanland
Die Gewalt im besetzten Westjordanland eskaliert. Nachdem am vergangenen Freitag ein israelischer Siedler, ein Soldat und vier Palästinenser bei einer Auseinandersetzung im Dorf Tell getötet wurden, folgten Racheakte. Rund 200 jüdische Siedler griffen das Dorf Sarra an. Sie legten Brände, entwurzelten Olivenbäume und zerstörten Eigentum, während die Armee nicht einschritt. Palästinenser kritisieren das Militär: Die Soldaten ließen die Siedler gewähren und verhafteten stattdessen Dutzende Palästinenser.
Internationale Reaktionen und Besorgnis
In al-Mughayyir und benachbarten Dörfern sind solche Angriffe wöchentliche Routine. Die zivilen Siedlungsaußenposten nehmen rasant zu, die israelische Regierung finanziert den Siedlungsausbau massiv. Die Palästinenser sehen die Oslo-Friedensverträge in Gefahr. Die israelische Armee bezeichnet ihr Vorgehen als 'Anti-Terroreinsatz', palästinensische Opfer als 'Terroristen'. Wenig Hoffnung auf Besserung: Die extremistischere, von Siedlern getragene Regierung legitimiert die Landnahme.
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