Lithium-Batterien verursachen in Großbritannien über 500 Brände in Recyclinganlagen pro Jahr
Wichtige Fakten
- • 1.518 Recyclingbrände im Jahr bis März 2026, mindestens 541 durch Lithium-Batterien.
- • ESA schätzt, 70% der Recyclingbrände werden durch Batterien verursacht – Dunkelziffer hoch.
- • Jährliche Kosten für Batteriebrände: von 150 Mio. £ (2021) auf 1 Mrd. £ gestiegen.
- • Biffa sammelte in diesem Sommer 500.000 Vapes ein – ein Beispiel für das Ausmaß.
- • ESA fordert 5-Pfund-Pfand auf Vapes, um sichere Entsorgung zu fördern.
Häufung von Bränden
In Großbritannien kommt es durch falsch entsorgte Lithium-Batterien, etwa aus Einweg-Vapes, vermehrt zu Bränden in Recyclinganlagen. In den zwölf Monaten bis März 2026 meldeten Mitgliedsunternehmen des Branchenverbands Environmental Services Association (ESA) insgesamt 1.518 Feuer, von denen mindestens 541 direkt auf Lithium-Ionen-Batterien zurückgingen. Hinzu kamen 216 Brände in Müllfahrzeugen. Die tatsächliche Zahl dürfte laut ESA deutlich höher liegen, da sich die Ursache nicht immer ermitteln lässt.
Kosten und Gefahren
Die Jahreskosten für Batteriebrände stiegen laut ESA von 150 Mio. £ (2021) auf jetzt etwa 1 Mrd. £. Die Brände gefährden Personal und Infrastruktur, binden erhebliche Ressourcen der Feuerwehr und belasten kommunale Gemeinschaften. Aktuelle Beispiele wie das Feuer in Deptford (London) erhöhen die Besorgnis.
Vapes als Hauptverursacher
Vapes sind besonders problematisch: billig, weit verbreitet und oft mit kurzer Nutzungsdauer. Ein von der ESA beauftragter Test des Health and Safety Executive zeigte: Wird ein Vape-Akku beim Zerkleinern durchstochen, entzünden sich Papier und Karton rasch.
Forderungen
Die Branche fordert ein Pfandsystem für Vapes (§5 Pfund). Erfahrungsgemäß kann dies die Rückgabe fördern. Notwendig ist zudem sensibilisierte Entsorgung und öffentliche Aufklärung zur korrekten Batterietrennung.
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