Mandelson-Ernennung: Ex-Beamter äußert Bedenken wegen Epstein-Verbindung
Wichtige Fakten
- • Sir Philip Barton äußerte Bedenken wegen Mandelsons Epstein-Kontakten.
- • Er wurde erst am Tag vor Mandelsons Ankündigung informiert.
- • Downing Street zeigte angeblich kein Interesse an Sicherheitsüberprüfungen.
- • Morgan McSweeney bezeichnete die Ernennung als schweren Fehler.
- • Das Parlament stimmt über Untersuchung von Starmer ab.
Der frühere Spitzenbeamte des britischen Außenministeriums, Sir Philip Barton, hat bei einer Anhörung im Außenausschuss des Unterhauses Bedenken gegen die Ernennung von Lord Peter Mandelson zum Botschafter in den USA geäußert. Grund dafür waren Mandelsons Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Barton erklärte, er sei erst am Tag vor Mandelsons Ernennung im Dezember 2024 informiert worden. Er habe seine Sorgen äußern wollen, fand aber „keinen Weg, kein Medium“ dafür. Die Downing Street, so Barton weiter, sei nicht etwa ablehnend gegenüber der Überprüfung, sondern desinteressiert gewesen. Zeitdruck habe vorgelegen, um die Ernennung vor Trumps Vereidigung durchzusetzen.
Mandelsons Posten als US-Botschafter wurde im September 2025 wieder entzogen, nachdem zuvor neue Details über seine Verbindung zu Epstein ans Licht gekommen waren. Der frühere EU-Kommissar Mandelson äußerte daraufhin Bedauern über die Bekanntschaft mit Epstein. Starmers Ex-Stabschef Morgan McSweeney, der ebenfalls vor dem Ausschuss aussagte, übernahm jedoch Teilverantwortung, indem er die Ernennung als „ernsten Fehler“ bezeichnete und die Verantwortung für seinen Ratschlag an Starmer übernahm. McSweeney widerlegte zudem Medienberichte, er habe Barton scharf gedrängt: Nie habe er diesen beschimpft, stattdessen sei dieses Gerücht erfunden worden.
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