Massive Entführung im Nordosten Nigerias durch mutmaßliche Dschihadisten
Wichtige Fakten
- • Mutmaßliche Dschihadisten entführten über 100 Menschen im Dorf Ngoshe.
- • Bei dem Angriff wurden mehrere Zivilisten und Soldaten getötet.
- • Die Region wird seit über 15 Jahren von Gruppen wie Boko Haram terrorisiert.
- • Die USA unterstützen Nigeria verstärkt im Anti-Terror-Kampf.
Angriff mit Massenentführung
Mutmaßliche Dschihadisten haben im Nordosten Nigerias das Dorf Ngoshe angegriffen und dabei mehr als 100 Menschen entführt. Nach Berichten der Nachrichtenagentur dpa wurden bei dem Überfall mehrere Zivilisten und Soldaten getötet; nigerianische Medien sprechen von etwa 20 Todesopfern, darunter 14 Soldaten. Die Angreifer drangen am Dienstagabend in das Dorf ein, schossen um sich und überrannten einen Militärstützpunkt, was viele Bewohner zur Flucht veranlasste.
Hintergrund der Gewalt
Der Nordosten Nigerias wird seit mehr als 15 Jahren von dschihadistischen Gruppen wie Boko Haram und dem "IS Westafrika" heimgesucht. Hilfsorganisationen schätzen, dass durch deren Attacken bereits über 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen vertrieben wurden. Massenentführungen sind ein wiederkehrendes Phänomen, das die Terroristen als Einnahmequelle nutzen, um Waffen zu kaufen oder andere Verbrechen zu finanzieren, wie zuletzt bei einem Angriff auf eine katholische Schule Ende November 2025, bei dem über 300 Kinder verschleppt wurden.
Internationale Unterstützung
Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, sieht sich mit multiplen Sicherheitsherausforderungen konfrontiert, bei denen die staatlichen Sicherheitskräfte oft überfordert sind. Die USA verstärken ihre Unterstützung im Anti-Terror-Kampf; nach einem US-Luftangriff an Weihnachten trafen Mitte Februar etwa 100 US-Soldaten ein, um nigerianische Streitkräfte zu beraten und auszubilden.
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