Mehrwertsteuererhöhung im Gespräch: Belastung für Verbraucher und Konjunktur
Wichtige Fakten
- • Die Bundesregierung erwägt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent.
- • Dies würde laut DIW etwa 32 Milliarden Euro zusätzliche Staatseinnahmen bringen.
- • Ökonomen warnen vor steigenden Verbraucherpreisen und einer Belastung für Geringverdiener.
- • Eine Mehrwertsteuererhöhung könnte das Wirtschaftswachstum durch schwächeren Konsum bremsen.
- • Die Europäische Zentralbank könnte mit Zinserhöhungen auf die Inflation reagieren.
Überblick
Die Bundesregierung prüft eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent, um Einkommensteuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen zu finanzieren. Diese Maßnahme würde laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) etwa 32 Milliarden Euro zusätzliche Staatseinnahmen generieren.
Auswirkungen auf Verbraucher und Wirtschaft
Ökonomen warnen, dass die höhere Steuer in der Regel an Verbraucher weitergegeben wird, was zu steigenden Preisen führt und insbesondere Menschen mit geringem Einkommen belastet. Zudem könnte eine Mehrwertsteuererhöhung den Konsum dämpfen und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen, besonders in einer angespannten Konjunkturlage mit Sorgen um Energiepreise.
Historische Erfahrungen und aktuelle Risiken
Historische Daten zeigen, dass die Mehrwertsteuererhöhung 2007 zu Preissprüngen und einer dauerhaften Schwächung der Binnenkonjunktur führte. Fachleute erwarten ähnliche Effekte, die zusätzlich den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöhen könnten, mit Zinserhöhungen zu reagieren, was die Konjunktur weiter belasten würde.
Das könnte Sie auch interessieren
Kerosinpreis-Verdopplung treibt Flugticketkosten und führt zu Streichungen von Verbindungen
DAX büßt weiter ein: Hohe Ölpreise und schwache Konzernzahlen belasten Märkte
Ölpreise und Börsen schwanken weiterhin durch Iran-Krieg und Trumps widersprüchliche Rhetorik
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.