Meta einigt sich in Klage um Schutz Minderjähriger – Whistleblower übt Kritik
Wichtige Fakten
- • Meta und US-Bundesstaaten einigen sich auf Milliardenvergleich.
- • Neue Zeitlimits und Elternkontrollen für Jugendliche werden eingeführt.
- • Whistleblower Béjar hält Vergleich für unzureichend.
- • Algorithmische Empfehlungen bleiben laut Klägern unverändert.
Hintergrund des Vergleichs
Im zentralen US-Prozess gegen Meta haben sich die Regierung und die beteiligten Bundesstaaten mit dem Konzern auf einen umfassenden Vergleich geeinigt. Die Sammelklage hatte Meta vorgeworfen, mit süchtig machenden Produkten wie Instagram und Facebook die psychische Gesundheit junger Nutzerinnen und Nutzer gefährdet zu haben. Der Vergleich verpflichtet Meta zu tiefgreifenden Änderungen.
Kernpunkte der Einigung
Meta muss strenge Zeitlimits für Minderjährige einrichten, standardmäßig eine nicht algorithmisch personalisierte Feed-Option anbieten und elterliche Kontrollen ausbauen. Neue Funktionen wie „Nachtmodus" oder „Schulmodus" sollen die Nutzung einschränken. Auch Beauty-Filter und Like-Funktionen für Jugendliche werden deaktiviert.
Kritik des Whistleblowers
Der frühere Meta-Mitarbeiter und Whistleblower Arturo Béjar, der im Prozess eine Schlüsselrolle spielte, hält den Vergleich für zu eng gefasst. Er kritisiert fehlende unabhängige Aufsicht und fordert, die algorithmischen Designs zu ändern, die Jugendliche zu extremen Inhalten führen könnten. Ohne diese Maßnahmen blieben die Produkte gefährlich. Meta selbst weist die Vorwürfe zurück und betont vorhandene Schutzmechanismen, sieht aber den Vergleich als Chance, den Jugendschutz sektorweit zu stärken.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.