Neuseeland plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
Wichtige Fakten
- • Neuseelands Premier Luxon will Social Media für unter 16-Jährige verbieten.
- • Geplante Geldbußen: bis zu 10% des globalen Umsatzes bei Verstößen.
- • Koalitionspartner New Zealand First lehnt Gesetzesvorhaben ab.
- • Australien hatte im Dezember ein ähnliches Verbot als erstes Land eingeführt.
Die neuseeländische Regierung hat angekündigt, ein Gesetz einzubringen, das Kindern unter 16 Jahren die Nutzung sozialer Medien verbieten soll. Premierminister Christopher Luxon erklärte, die Maßnahme sei notwendig, um eine Generation vor schädlichen Inhalten und süchtig machenden Technologien zu schützen. Plattformen, die gegen das Verbot verstoßen, sollen mit Geldstrafen von bis zu zehn Prozent ihres globalen Umsatzes belegt werden.
Die geplanten Regelungen verlangen von den Plattformen, angemessene Maßnahmen zur Altersüberprüfung zu ergreifen, etwa durch Analyse vorhandener Kontoinformationen, Gesichtserkennung oder amtliche Ausweise. Luxon räumte ein, dass das Vorhaben nicht perfekt sein werde und einige Kinder Wege finden könnten, die Sperren zu umgehen.
Der Koalitionspartner New Zealand First hat jedoch bereits erklärt, dass er den Gesetzentwurf nicht unterstützen werde. Parteichef Winston Peters bezeichnete das Vorhaben als abschreckendes Beispiel und verwies auf Australiens vieldiskutiertes Verbot, das er für gescheitert hält. Die Verantwortung für die Bildschirmnutzung von Kindern liege letztlich bei den Eltern, so Peters.
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