Mietpreise in Deutschland steigen deutlich – große regionale Unterschiede
Wichtige Fakten
- • Bundesweite Angebotsmieten stiegen um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- • In Großstädten außerhalb der Top-7 lag der Anstieg bei 4,9 Prozent.
- • Mietangebot ist knapp zwölf Prozent niedriger als Anfang 2022.
- • Kaufpreise für Wohnungen und Häuser stiegen nur um 0,8 Prozent.
- • Angebot an Eigentumswohnungen hat sich nahezu verdoppelt.
Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind die Mietpreise in Deutschland zuletzt deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten lagen im zweiten Quartal bundesweit vier Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Besonders stark stiegen sie in Großstädten außerhalb der größten Metropolen. Dort lag der Zuwachs bei 4,9 Prozent. In den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit 2,9 Prozent geringer aus. Doch auch zwischen diesen Städten gab es dem IW zufolge erhebliche Differenzen: In Köln kletterten die Angebotsmieten um 7,9 Prozent, in Hamburg um 5,5 Prozent. Deutlich geringer fielen die Steigerungen in Stuttgart und Berlin aus.
Den Experten zufolge ist vielerorts das Mietangebot deutlich geschrumpft. Die Zahl der Inserate liegt knapp zwölf Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022. IW-Immobilienökonom Pekka Sagner sieht einen wesentlichen Grund darin, dass viele Menschen in Wohnungen verblieben, die nicht zu ihrer Lebenssituation passen, weil sie ihre günstigen Mieten nicht aufgeben wollten.
Anders sieht die Lage auf dem Kaufmarkt aus: Die Preise stiegen nur moderat. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit um jeweils 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Angebot auf dem Kaufmarkt ist laut IW vergleichsweise groß, was an den höheren Finanzierungskosten liegt, an denen mehr Kaufwillige scheitern.
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