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Gesellschaft 26.03.2026, 09:14

Mpox-Variante Ib in Deutschland: Gefahr neu bewertet

Die Mpox-Klade Ib verursachte 2025 rund 45.000 Fälle in über 20 afrikanischen Ländern.

Wichtige Fakten

  • Die Mpox-Klade Ib verursachte 2025 rund 45.000 Fälle in über 20 afrikanischen Ländern.
  • In Deutschland sind seit Anfang 2026 vereinzelte Infektionen mit Klade Ib aufgetreten.
  • Die Sterblichkeit von Klade Ib liegt bei etwa 0,5%, nicht wie anfangs befürchtet bei 16-17%.
  • Mpox wird durch engen körperlichen Kontakt, vor allem sexuell, übertragen.
  • Das Virus ist ein DNA-Virus und mutiert deutlich seltener als RNA-Viren wie SARS-CoV-2.

Übersicht

Die Mpox-Variante Klade Ib, die 2025 zu rund 45.000 Erkrankungen in mehr als 20 afrikanischen Ländern führte, ist seit Anfang 2026 auch in Deutschland aufgetaucht. Zunächst wurde sie als gefährlicher eingestuft, doch aktuelle Beobachtungen zeigen, dass die Sterblichkeit bei etwa 0,5% liegt und nicht wie ursprünglich befürchtet bei bis zu 17%. Die WHO hatte zeitweise eine gesundheitliche Notlage ausgerufen, revidiert diese Einschätzung nun jedoch.

Wissenschaftliche Einordnung

Mpox, früher als Affenpocken bekannt, ist eine Zoonose, die vermutlich von Hörnchen übertragen wird. Es existieren zwei Hauptvarianten: Klade Ib in Zentralafrika und Klade II in Westafrika, wobei Letztere 2022 einen globalen Ausbruch verursachte. Genetisch unterscheiden sich die Kladen nur geringfügig, und als DNA-Virus mutiert Mpox seltener als RNA-Viren wie SARS-CoV-2. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch engen körperlichen Kontakt, insbesondere sexuell.

Risikobewertung und Situation in Deutschland

In Deutschland zirkuliert Mpox seit 2022 vorwiegend unter Männern, die Sex mit Männern haben, wobei nun auch vereinzelt Klade Ib auftritt. Die Krankheitsverläufe sind moderat, und Todesfälle blieben bisher aus. Experten wie Virologe Andreas Nitsche vom RKI betonen, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering ist, während Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa durch HIV, stärker gefährdet sind. Impfungen schützen zwar nicht vollständig vor Infektionen, können aber schwere Verläufe verhindern.

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