Münchner Gericht verurteilt Student zu elf Jahren Haft wegen Vergewaltigung und Betäubung
Wichtige Fakten
- • Landgericht München I verurteilt 28-jährigen Studenten zu 11 Jahren und 3 Monaten Haft.
- • Opfer wurde mit Narkotika betäubt und mehrfach vergewaltigt, Videos wurden online geteilt.
- • Täter dokumentierte Taten und tauschte sich in menschenverachtenden Online-Chats aus.
- • Parallelen zum Fall Pelicot in Frankreich und ähnlichen Fällen in Deutschland wurden festgestellt.
- • Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Sicherungsverwahrung wurde vorbehalten.
Urteil im Münchner Vergewaltigungsfall
Das Landgericht München I hat einen 28-jährigen chinesischen Studenten zu einer Haftstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte hatte seine damalige Freundin in ihrer gemeinsamen Wohnung mit Narkotika betäubt und sie in mindestens acht Fällen vergewaltigt, wobei er die Taten filmte. Das Gericht sah die Taten als erwiesen an und verhängte zusätzlich den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung.
Netzwerke und Parallelen
Der Student tauschte sich in Online-Chats mit anderen Männern aus, die ähnliche Taten begangen haben, und teilte Videos der Vergewaltigungen. Richter wiesen auf Parallelen zum Fall Pelicot in Frankreich hin, betonten aber, dass es sich um ein weltweites Phänomen handelt. In Deutschland wurden bereits vergleichbare Fälle, etwa in Bielefeld und Frankfurt, verhandelt.
Prozess und Reaktionen
Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert, während die Verteidigung für sieben Jahre plädierte. Der Verurteilte legte ein Teilgeständnis ab und nahm das Urteil emotionslos auf. Die Geschädigte erfuhr erst durch die Festnahme von den Taten und konnte diese lange nicht glauben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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