Myanmar ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben: Langsamer Wiederaufbau und anhaltende Krisen
Wichtige Fakten
- • Erdbeben der Stärke 7,7 bei Mandalay forderte viele Todesopfer und zerstörte Infrastruktur.
- • Millionen Menschen leben weiterhin in provisorischen Unterkünften ohne regelmäßiges Einkommen.
- • Bürgerkrieg seit Militärputsch 2021 verschärft humanitäre Krise und erschwert Wiederaufbau.
- • Hilfsorganisationen wie Welthungerhilfe leisten Nothilfe, konzentrieren sich auf Trinkwasserversorgung.
- • Eskalation im Nahen Osten treibt Treibstoffpreise und verteuert Hilfslieferungen zusätzlich.
Ein Jahr nach der Katastrophe
Vor einem Jahr erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 mit Epizentrum bei Mandalay Myanmar und forderte zahlreiche Todesopfer, während es viel Infrastruktur zerstörte. Millionen Menschen leben bis heute in provisorischen Unterkünften, kämpfen mit hohen Preisen für Grundnahrungsmittel und haben kaum Arbeitsmöglichkeiten oder regelmäßiges Einkommen. Der Wiederaufbau gestaltet sich in einem Land, das seit fünf Jahren von einem Bürgerkrieg nach einem Militärputsch geprägt ist, besonders schwierig.
Humanitäre Herausforderungen
Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe konnten unmittelbar nach dem Beben mit Unterstützung aus Deutschland Lebensrettungsmaßnahmen durchführen und Hilfsgüter bereitstellen, konzentrieren sich nun aber auf nachhaltige Unterstützung wie den Zugang zu Trinkwasser. Viele Brunnen wurden beschädigt, sodass Trinkwasseranlagen und Wassertanks eingerichtet werden mussten. Gleichzeitig verschärft die Eskalation des Krieges im Nahen Osten die Situation, da gestiegene Treibstoffpreise den Alltag der Menschen und die Lieferung von Hilfsgütern verteuern.
Verschärfung durch Konflikte
Der anhaltende Bürgerkrieg in Myanmar mit unklaren Fronten und Berichten über Luftangriffe der Militärjunta auf Zivilisten, wie einen Angriff auf eine Klinik mit über 30 Toten, führt zu ständiger Unsicherheit und behindert den Wiederaufbau. Laut Welternährungsprogramm können sich mehr als zwölf Millionen Menschen – ein Viertel der Bevölkerung – nicht ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgen. Hilfsorganisationen warnen davor, dass humanitäre Krisen wie diese aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit geraten.
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