Nahverkehr auf dem Land: Kommunen streichen Buslinien
Wichtige Fakten
- • Kommunen streichen Buslinien aufgrund finanzieller Probleme. Mehrere bayerische Orte betroffen.
- • In Kipfenberg-Dunsdorf fährt der Bus nur noch an Schultagen.
- • ÖPNV ist in Bayern freiwillige Leistung, in anderen Ländern Pflicht.
- • Rufbusse werden oft ausgebucht, noch kein Ersatz für Linienverkehr.
- • Bund-Länder-Förderung für ÖPNV seit Jahren nicht erhöht.
Hintergrund: Sparzwang in Kommunen führt zu Busausfällen
Viele Kommunen in Deutschland sehen sich gezwungen, aus finanziellen Gründen Buslinien im ländlichen Raum zu kürzen oder einzustellen. Beispielhaft zeigt sich das in Dunsdorf (Bayern), wo die Anbindung an den ÖPNV seit Ende Juli nur noch an Schultagen existiert. Anwohner, die auf den Bus angewiesen sind, insbesondere ältere Menschen, fühlen sich vergessen, während Autofahrer ihr Deutschlandticket gekündigt haben und alternative Fahrzeuge nutzen.
Betroffene und Initiativen
Die Kürzung der Linienverkehre führt zu Härten, da alternative Mobilitätsangebote wie Rufbusse nicht immer ausreichen und Anschlusspunkte oft nicht erreichbar sind. In einigen Fällen kämpfen Pendler wie im Oberallgäu um die Aufrechterhaltung von Linien. Doch Landkreisen bleibt oft nur die Notlösung einer befristeten Reduzierung.
Strukturelle Probleme und mögliche Innovationen
Fachleute wie der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck sehen die Probleme auch in der kommunalen Selbstverwaltung und fehlenden Prioritätensetzung von Bund und Ländern. Gleichzeitig forschen Universitäten an KI-basierter Tourenplanung, um Kapazitäten besser auszulasten und bis zu 16 Prozent mehr Fahrgäste zu ermöglichen. Solche Konzepte könnten eine Chance sein, aber Kommunen fehlen oft die Mittel und innovative Ansätze sind nicht überall verbreitet.
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