Neue Eskalation im Iran-Krieg: Arabische Nachbarn in Sorge um Huthi-Drohung
Wichtige Fakten
- • Iran griff Israel erstmals nach Waffenruhe an.
- • Huthi-Miliz droht mit Blockade des Roten Meeres.
- • Raketentrümmer fielen in Jordanien.
- • Irak und Syrien sperrten vorübergehend Luftraum.
- • Hisbollah greift Israel weiter an.
Neue Eskalation löst Sorge in arabischen Nachbarstaaten aus
Die arabischen Nachbarstaaten beobachten die neue Eskalation im Iran-Krieg mit Sorge, insbesondere die Drohung der Huthi-Miliz, die Einfahrt zum Roten Meer zu blockieren. Fassungslos verfolgen die Nachbarn den erneuten gegenseitigen Beschuss, von dem sie teilweise unmittelbar betroffen sind – Raketen drangen in den Luftraum Jordaniens ein, Trümmerteile gingen in Irbid nieder. Die Regierung in Amman erklärte, man werde nicht zulassen, dass Jordanien zum Schlachtfeld werde. Irak und Syrien sperrten vorübergehend ihren Luftraum; eine mit Iran verbündete schiitische Miliz im Irak meldete Kampfbereitschaft aus Solidarität mit Teheran.
Huthi-Verbündete kündigen Blockade an
Erstmals seit Monaten bekannte sich auch die mit Iran verbündete Huthi-Miliz zu einem Raketenangriff auf Israel und droht nun, die Meerenge Bab al Mandab und damit die Zufahrt zum Roten Meer für israelbezogene Schiffe zu sperren. Dies könnte den Welthandel massiv beeinträchtigen: Bereits 2023 hatte die Miliz den internationalen Schiffsverkehr empfindlich gestört. Politik-Analyst Tarek Al Shamy sieht darin eine wachsende Bedrohung für die Weltwirtschaft, die nur durch rasches Eingreifen der USA gestoppt werden könne.
Hisbollah und Iran greifen Israel an
Parallel dazu eskaliert der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon; zahlreiche Raketen wurden auf Nordisrael abgefeuert. Auslöser war ein israelischer Luftangriff auf Beirut trotz vereinbarter Waffenruhe. Iran bezeichnete dies als Überschreitung einer roten Linie und beschießt seither Tel Aviv und andere Städte. Der libanesische Premierminister Nauaf Salam appellierte an die iranische Führung, den Stellvertreterkrieg auf libanesischem Boden zu beenden.
Sorge auch am Golf
Auch die Golfstaaten sind alarmiert: Nach öfteren iranischen Angriffen in den Monaten Februar und März gab es jüngst Attacken auf Kuwait und Bahrain – darunter ein tödlicher Beschuss des Flughafens von Kuwait mit einem Toten und mehr als 60 Verletzten. Die Angst vor neuerlichem Beschuss ist groß. Während der Luftraum über der Region weitgehend offen ist, empfiehlt Katar den Airlines, alternative Routen zu nutzen.
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