Neue private Altersvorsorge: Bundesrat stimmt über Reform ab
Wichtige Fakten
- • Ab 2027 neue staatlich geförderte private Altersvorsorge.
- • Standardprodukte mit 100%, 80% oder ohne Beitragsgarantie.
- • Staatliche Zulage: 50 Cent pro eingezahltem Euro bis 360 Euro.
- • Selbstständige und Familien verbessert gefördert.
- • Kostendeckel von 1% gilt nur für Standarddepots.
Hintergrund der Reform
Der Bundesrat stimmt heute voraussichtlich über die Reform der privaten Altersvorsorge ab. Die Riester-Rente soll ab 2027 durch ein neues, staatlich gefördertes Modell ersetzt werden. Ziel ist es, die Altersvorsorge einfacher, günstiger und flexibler zu gestalten.
Neue Fördersystematik
Kern ist der Verzicht auf die volle Beitragsgarantie. Es werden Produkte mit 100%, 80% oder gar keiner Garantie angeboten, was höhere Renditechancen ermöglicht. Die Effektivkosten im Standarddepot sind auf ein Prozent gedeckelt. Die staatliche Zulage wird proportional gestaltet: Für die ersten 360 Euro Sparbeitrag gibt es 50 Cent pro Euro, für Beträge von 360 bis 1.800 Euro 25 Cent. Die maximale Förderung liegt bei 540 Euro plus Kinder- und Berufseinsteigerboni.
Kritik und Bewertung
Experten wie Finanztip bemängeln den Kostendeckel von einem Prozent als zu hoch, da ETFs oft günstiger sind. Auch das Fehlen einer Opt-out-Lösung und die Beschränkung des Deckels auf Standardprodukte könnten dazu führen, dass viele Sparer teurere Verträge wählen. Dennoch erhofft sich die Regierung einen Schub für die private Altersvorsorge.
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