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Wirtschaft 26.05.2026, 06:57 Aktualisiert: 26.05.2026, 10:02

Next-Chef warnt vor dramatischem Rückgang von Einstiegsjobs

Die Zahl der Bewerber pro Einstiegsjob bei Next stieg in zwei Jahren von 10 auf 19.

Wichtige Fakten

  • Die Zahl der Bewerber pro Einstiegsjob bei Next stieg in zwei Jahren von 10 auf 19.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit in Großbritannien liegt bei 16,2%, Höchststand seit 2014.
  • Ein neuer Regierungsbericht soll zeigen, dass Labour die Jugendarbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen hat.
  • Next prognostiziert einen Gewinn von 1,2 Milliarden Pfund bei 6,2% Umsatzwachstum.
  • Das geplante Verbot von Null-Stunden-Verträgen soll die Einstellung erschweren.

Jugendarbeitslosigkeit erreicht Höchststand

Der Chef des Einzelhandelskonzerns Next, Lord Simon Wolfson, hat vor einem dramatischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Großbritannien gewarnt. Nach seinen Angaben hat sich die Zahl der Bewerber pro Einstiegsjob in seinen Filialen innerhalb von zwei Jahren von 10 auf 19 nahezu verdoppelt. Dies sei ein Indikator für die Schwere der Krise. Offizielle Zahlen bestätigen, dass die Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen mit 16,2 Prozent den höchsten Stand seit 2014 erreicht hat, mehr als dreimal so hoch wie die allgemeine Arbeitslosigkeit von fünf Prozent.

Kritik an Regierungspolitik und neuer Bericht

Wolfsons Warnung kommt kurz vor der Veröffentlichung eines von der Regierung in Auftrag gegebenen Berichts unter der Leitung von Alan Milburn. Der Bericht wird voraussichtlich feststellen, dass die Labour-Partei es nicht geschafft hat, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, und eine umfassende Reform des Sozialsystems fordert. Wolfson kritisierte erneut die geplanten Gesetze zur Abschaffung von Null-Stunden-Verträgen und die gestiegenen Arbeitgeberabgaben sowie Mindestlohnerhöhungen. Die Regierung wies die Kritik zurück und verwies auf die Anhebung des Mindestlohns für über 200.000 junge Arbeitnehmer und das 2,5 Milliarden Pfund schwere Paket zur Jugendbeschäftigung.

Next bleibt Erfolgsgeschichte

Trotz der Herausforderungen bleibt Next ein Vorzeigeunternehmen des britischen Einzelhandels. Das Unternehmen erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 1,2 Milliarden Pfund bei einem Umsatzplus von 6,2 Prozent. Wolfson betonte, Next investiere in Automatisierung und Technologie, etwa Selbstscan-Schließfächer, und beschäftige weiterhin über 30.000 Mitarbeiter. Er wies den Vorwurf zurück, das Unternehmen bevorzuge Aktionäre gegenüber Arbeitnehmern: Die durchschnittliche Dividende betrage nur 300 Pfund pro Jahr und Komm, und Gewinne seien notwendig, um im hart umkämpften Einzelhandel zu überleben.

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