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Klima 13.08.2026, 04:00 Aktualisiert: 13.08.2026, 15:01

Niedrigwasser: Folgen für Getreideernte und Stromproduktion

Raiffeisenverband: 3 Mio. Tonnen Getreide und Raps durch Dürre verloren (13.08.2026).

Wichtige Fakten

  • Raiffeisenverband: 3 Mio. Tonnen Getreide und Raps durch Dürre verloren (13.08.2026).
  • Getreideernte 2026: voraussichtlich 40,6 Mio. Tonnen, 10 % weniger als im Vorjahr.
  • Wasserkraftwerk Reckingen erzeugt nur ein Drittel der üblichen Strommenge.
  • BDEW: Stromversorgung in Deutschland nicht gefährdet.
  • Ernteverluste: Einnahmeausfälle von 600 Mio. Euro für Landwirtschaft.

Getreideernte unter Dürre gelitten

Die langanhaltende Trockenheit hat der deutschen Landwirtschaft schwer zugesetzt. Der Deutsche Raiffeisenverband beziffert die Verluste auf rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps – ein Einnahmeverlust von 600 Millionen Euro. Für dieses Jahr wird eine Getreideernte von insgesamt 40,6 Millionen Tonnen erwartet, was einem Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Guido Seedler, Getreidemarktexperte des Verbands, bezeichnet die Ernte als „ausreichend, aber unterdurchschnittlich“. Er betont, dass die günstige Witterung im Frühjahr größere Schäden verhindert habe. Für die Landwirte, die ohnehin unter hohen Kosten leiden, sei dies jedoch ein harter Schlag.

Niedrigwasser stört Transport und Produktion

Das Niedrigwasser im Rhein und anderen Flüssen hat auch Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt, die eine wichtige Rolle beim Getreidetransport spielt. „Dass die Logistik funktioniert, ist entscheidend“, erklärt der Raiffeisenverband. Zwar seien die Lagerkapazitäten ausreichend, doch die Zulieferung von Futtermitteln und Düngemitteln könne beeinträchtigt werden. Auch in der Industrie machen sich die niedrigen Pegel bemerkbar: Lastkähne können nur noch mit reduzierter Ladung fahren, was die Frachtraten etwa zwischen Oberrhein und Rotterdam stark steigen ließ.

Auch Stromproduktion betroffen

Das Wasserkraftwerk im schweizerischen Reckingen am Hochrhein ist exemplarisch für die Probleme: Statt der üblichen 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen nur noch 160 – die Anlage produziert gerade einmal ein Drittel der üblichen Strommenge. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) waren die Pegelstände auch Ursache für eine unterdurchschnittliche Wasserkraftproduktion in diesem Jahr. Die deutsche Stromversorgung ist laut BDEW und Energieexperten dennoch nicht gefährdet, da andere Kraftwerke und Solaranlagen den Ausfall ausgleichen. Langfristig könnte der Klimawandel die Niedrigwasserphasen jedoch häufiger machen, warnen Fachleute. Sie empfehlen den Ausbau erneuerbarer Energien und Batteriespeicher, um die Abhängigkeit von Flüssen zu verringern.

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