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Politik 12.08.2026, 03:08 Aktualisiert: 12.08.2026, 06:01

Niedrigwasser: Minister Bilger fordert Ausbau der Flüsse

Rheinpegel erreicht historische Tiefstände.

Wichtige Fakten

  • Rheinpegel erreicht historische Tiefstände.
  • Bilger fordert Ausbau der Wasserstraßen.
  • Naturschützer lehnen Flussausbau ab.
  • Lkw-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ausgesetzt.
  • Bauindustrie befürchtet Lieferengpässe bei Baustoffen.

Niedrigwasser und Forderungen nach Ausbau

Angesichts historisch niedriger Pegelstände in deutschen Flüssen fordert Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) einen Ausbau der Wasserstraßen. „Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nur mit einem Ausbau könne langfristig Zuverlässigkeit in der Binnenschifffahrt gewährleistet werden, so Bilger.

Kritik aus Umweltverbänden

Naturschützer sehen die Pläne kritisch und plädieren stattdessen für lebendige, naturnahe Flüsse. Sie befürchten negative Eingriffe in die Ökosysteme. Verkehrsminister Bilger kündigte an, auch mit Umweltverbänden über seine Pläne sprechen zu wollen.

Notmaßnahmen und Auswirkungen

Bereits jetzt führen die niedrigen Pegelstände zu erheblichen Problemen in der Binnenschifffahrt. Schiffe können nur noch mit einem Drittel ihrer Ladung fahren oder müssen ganz aufgeben. Um den Warentransport aufrechtzuerhalten, haben mehrere Bundesländer das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ausgesetzt. Die Deutsche Bahn hat zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt. Die Bauindustrie warnt vor möglichen Lieferengpässen bei Baustoffen, falls die Trockenheit anhält.

Beratungen von Bund und Ländern

Bilger will heute mit den Länderressortchefs über weitere Maßnahmen beraten, etwa den Umgang mit Gütern, die in Häfen lagern. Versorgungsengpässe sieht er derzeit nicht, deutet aber an, dass mehr Güter auf Schiene und Straße verlagert werden müssen. Der Minister rechnet damit, dass die Lage bis mindestens Ende August problematisch bleibt.

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