Nordsee-Lizenzen: Neue Öl- und Gasförderung bringt kaum Energieversorgungssicherheit
Wichtige Fakten
- • Hunderte Lizenzen seit 2010 brachten nur 36 Tage Gas
- • Nordsee-Reserven zu 90% erschöpft, Förderung um 75% gesunken
- • Neue Lizenzen haben laut Experten keinen Einfluss auf Energiepreise
- • Labour plant Verbot neuer Lizenzen, setzt auf erneuerbare Energien
Analyse zur Nordsee-Förderung
Eine Analyse der Energieberatung Voar und der Kampagnengruppe Uplift zeigt, dass hunderte neue Öl- und Gaslizenzen in der Nordsee unter den britischen Konservativen bisher nur 36 Tage Gas geliefert haben. Zwischen 2010 und 2024 wurden in sieben Lizenzierungsrunden zahlreiche Projekte genehmigt, die insgesamt nur sechs Monate Gas für Großbritannien bereitstellen könnten.
Debatte um Energiesicherheit
Die Ergebnisse stellen Behauptungen von Reform UK und den Konservativen infrage, neue Bohrungen würden Energierechnungen senken und die Versorgungssicherheit erhöhen. Experten betonen, dass die Nordsee ein "ausgereiftes Becken" ist, dessen Reserven zu 90% erschöpft sind und dessen Förderung seit dem Höhepunkt um 75% zurückgegangen ist. Energiepreise werden international festgelegt, wodurch neue Lizenzen kaum Einfluss hätten.
Alternative Lösungsansätze
Klimaexperten und Wirtschaftswissenschaftler begrüßen den Plan von Labour, neue Lizenzen zu verbieten und auf erneuerbare Energien zu setzen. Als effektivere Maßnahmen zur Energiesicherheit werden der Ausbau erneuerbarer Energien, Gebäudesanierungen und die Umstellung auf Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge genannt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
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