Ocado streicht 1000 Stellen in umfassender Restrukturierung
Wichtige Fakten
- • Ocado streicht 1000 Stellen, etwa 5 % der globalen Belegschaft.
- • Zwei Drittel der Jobverluste betreffen die britischen Standorte.
- • Die Maßnahmen sollen Kosten um etwa 150 Millionen Pfund senken.
- • Der Vorsteuerverlust stieg auf 377,6 Millionen Pfund im letzten Jahr.
- • Partner in Nordamerika schließen Ocado-Warenhäuser wegen geringerer Nachfrage.
Umfassende Restrukturierung bei Ocado
Der britische Technologie- und Online-Lebensmittelkonzern Ocado plant, im kommenden Jahr etwa 1000 Stellen zu streichen, was etwa 5 % seiner weltweiten Belegschaft entspricht. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, mit dem das Unternehmen Kosten in Höhe von etwa 150 Millionen Pfund einsparen möchte. Zwei Drittel der Jobkürzungen werden die britischen Standorte betreffen, insbesondere das Hauptquartier in Hatfield, Hertfordshire.
Hintergründe und finanzielle Entwicklung
Ocado, bekannt für seine robotergesteuerten Warenhäuser und die Bereitstellung von Technologie für Supermarktketten, verzeichnete im Geschäftsjahr bis zum 30. November einen Anstieg der Gesamteinnahmen um 12 % auf 1,36 Milliarden Pfund. Dennoch weitete sich der Vorsteuerverlust bei den fortgeführten Geschäften auf 377,6 Millionen Pfund aus, verglichen mit einem Verlust von 339,8 Millionen Pfund im Vorjahr. Die Restrukturierung umfasst die Zusammenlegung von Ocado Solutions und Ocado Intelligent Automation zu einer einzigen Abteilung sowie eine Verringerung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Externe Faktoren und Marktreaktion
Die Ankündigung folgt auf eine Reihe enttäuschender Entwicklungen, darunter die Schließung von Ocado-Warenhäusern durch Partner in Nordamerika. Die US-Kette Kroger schloss drei Standorte, während die kanadische Kette Sobeys ein Zentrum in Calgary dichtmachte, was auf eine langsamere als erwartete Expansion im E-Commerce-Markt zurückgeführt wird. Diese Rückschläge haben zu einem Kursverfall der Ocado-Aktien beigetragen, die im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel gefallen sind. CEO Tim Steiner betonte, dass die Veränderungen die niedrigere Kostenbasis widerspiegeln, die das Unternehmen in den letzten Jahren signalisiert hat.
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