Ölpreise steigen vor US-Iran-Verhandlungen auf Sieben-Monats-Hoch
Wichtige Fakten
- • Ölpreise erreichten Sieben-Monats-Hoch bei über 72 US-Dollar pro Barrel.
- • US und Iran führen dritte Runde von Atomgesprächen in Genf durch.
- • USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten mit Flugzeugträgern.
- • US-Botschaft in Beirut wurde teilweise evakuiert nach Sicherheitsüberprüfung.
- • Preissteigerungen basieren auf Erwartungen, nicht auf tatsächlichen Lieferausfällen.
Hintergrund
Die Ölpreise sind auf ein Sieben-Monats-Hoch gestiegen, wobei Brent-Rohöl zeitweise 72,50 US-Dollar pro Barrel erreichte. Dieser Anstieg erfolgte vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den USA und Iran, kurz vor der dritten Runde von Atomgesprächen in Genf. Analysten wie James Hosie von Shore Capital erklären, dass die Märkte versuchen, ein Risikoaufschlag für mögliche Lieferunterbrechungen durch eine militärische Eskalation einzupreisen.
Diplomatische und militärische Entwicklungen
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran sollen am Donnerstag stattfinden, wobei die USA zuvor ihre militärische Präsenz im Nahen Osten verstärkt haben. So positionierte sich der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer, während die USS Gerald R. Ford in Griechenland ankam. Parallel dazu wurde die US-Botschaft in Beirut teilweise evakuiert, nachdem eine Sicherheitsüberprüfung Risiken einer Eskalation in der Region identifizierte.
Marktreaktionen
Laut Marktanalystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova treiben vor allem Erwartungen und nicht tatsächliche Lieferausfälle die aktuellen Preise. Die Märkte reagieren somit auf die Unsicherheit, die durch die politischen Spannungen und die anstehenden Verhandlungen entsteht, wobei die Preise nach kurzen Rückgängen wieder steigen.
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