Pflegekrise: Kommunen völlig überlastet
Wichtige Fakten
- • Kommunale Pflegeausgaben stiegen von 2014 bis 2024 um 51 Prozent.
- • Durchschnittlicher Eigenanteil im Pflegeheim bei 3.233 Euro pro Monat.
- • Pflegeversicherung fehlen 2026 7,5 Milliarden Euro.
- • Bis 2034 werden 500.000 Pflegekräfte fehlen.
- • In Zweibrücken defizitäre 16 Millionen Euro im Sozialbereich.
Finanzielle Notlage in der Pflege
Die Pflegekrise in Deutschland spitzt sich zu. Während Heimbewohner immer häufiger auf Sozialhilfe angewiesen sind, geraten Kommunen finanziell unter Druck. In Zweibrücken klagt Oberbürgermeister Marold Wosnitza über ein Defizit von 16 Millionen Euro, das maßgeblich durch steigende Pflegeausgaben verursacht wird. Bundesweit stiegen diese Ausgaben zwischen 2014 und 2024 um 51 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Der Deutsche Städtetag fordert daher vom Bund eine Soforthilfe in Milliardenhöhe.
Steigende Eigenanteile und Personalmangel
Der monatliche Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz liegt im Bundesdurchschnitt bei 3.233 Euro. Viele Bewohner wie der 58-jährige Rainer Weis müssen ihre Ersparnisse aufbrauchen oder ihre Häuser verkaufen. Hinzu kommt ein eklatanter Personalmangel: Bereits jetzt sind 115.000 Stellen unbesetzt, und bis 2034 werden insgesamt eine halbe Million Pflegekräfte fehlen. Die Pflegeversicherung weist für 2026 ein Defizit von 7,5 Milliarden Euro aus, das durch Reformen oder Beitragserhöhungen geschlossen werden muss.
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