Klimaschutz durch Kommunen: Germersheim setzt auf Biodiversitätsmanagerin
Wichtige Fakten
- • In Germersheim arbeitet seit Februar 2026 eine kommunale Biodiversitätsmanagerin.
- • Die Stelle wird vom Bundesamt für Naturschutz mit 250.000 Euro gefördert.
- • Bis Ende 2027 soll eine Strategie für mehr Artenvielfalt erstellt werden.
Hintergrund
Die biologische Vielfalt ist für den Menschen überlebenswichtig. In Germersheim (Rheinland-Pfalz) arbeitet seit Februar die erste kommunale Biodiversitätsmanagerin der Stadt, Ines Schmauderer, an einer Strategie, um das Artensterben aufzuhalten. Die von Geoökologin studierte Fachkraft betont die Bedeutung eines Netzwerks aus Grünflächen, das Tieren Wanderkorridore bietet und die Lebensqualität der Einwohner steigert.
Aufgaben und Finanzierung
Schmauderer erstellt bis Ende 2027 einen Biodiversitätsplan. Die Stelle wird vom Bundesamt für Naturschutz mit 250.000 Euro gefördert, ähnliche Projekte gibt es in Osnabrück und Schwabach. Experten wie Robert Bartz vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ weisen jedoch darauf hin, dass Kommunen oft finanzielle Hürden überwinden müssen, um das Engagement nachhaltig zu sichern. Ein wichtiger Hebel sei die seltenere Mahd von Grünflächen, auch wenn dies mit Sehgewohnheiten breche.
Ausblick und Herausforderungen
In Zeiten knapper Kassen verschiebe sich das Thema Biodiversität oft nach hinten. Schmauderer hat zwei Jahre Zeit, um die Bürgerschaft einzubinden – auch über Projekte in Schulen – und die langfristige Finanzierung der Maßnahmen zu sichern. Die Strategie bleibt essenziell für die Anpassung an den Klimawandel, besonders in der trockenen Oberrheinregion.
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