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Inland 18.02.2026, 14:25 Aktualisiert: 18.02.2026, 23:05

Scharfe Reden beim politischen Aschermittwoch: Bayern vor Kommunalwahl im Fokus

CSU-Chef Markus Söder lehnt jegliche Steuererhöhungen und höhere Spritpreise kategorisch ab.

Wichtige Fakten

  • CSU-Chef Markus Söder lehnt jegliche Steuererhöhungen und höhere Spritpreise kategorisch ab.
  • Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge nennt Kanzler Merz 'Meckerfritze' und kritisiert sein veraltetes Frauenbild.
  • SPD-Vize Lars Klingbeil fordert mehr politischen Streit, aber auch Gemeinschaft und greift die AfD scharf an.
  • AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier weist Vetternwirtschaftsvorwürfe als Medienkampagne zurück und verteidigt die Personalpolitik.
  • Freie-Wähler-Chef Aiwanger betont Freiheit und lehnt Bevormundung durch Berlin und Brüssel ab.

Traditioneller Schlagabtausch vor Kommunalwahl

Beim politischen Aschermittwoch in Bayern lieferten sich die Parteien traditionell scharfe Reden im Vorfeld der Kommunalwahlen am 8. März 2026. Die CSU veranstaltete die größte Kundgebung in Passau mit mehreren tausend Teilnehmern, wo Parteichef Markus Söder einen Rundumschlag gegen politische Gegner führte. Er lehnte jegliche Steuererhöhungen und Abgaben kategorisch ab und garantierte, dass an der Erbschaftsteuer nichts erhöht werde. Söder forderte zudem eine allgemeine Dienst- und Wehrpflicht und kritisierte Linke und Rechte als vereint gegen die Bundeswehr, wobei er provokant forderte: "Antreten statt ankleben, putzen statt protestieren."

Kritik an der Regierung und persönliche Angriffe

Die Grünen nutzten ihren Auftritt in Landshut, um Bundeskanzler Friedrich Merz scharf zu attackieren. Bundestags-Fraktionschefin Katharina Dröge bezeichnete ihn als "Meckerfritze im Kanzleramt" und kritisierte sein Frauenbild als veraltet wie "Windows 95 der deutschen Politik". Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze warf Ministerpräsident Söder Egoismus vor und monierte, er arbeite "weiterhin nur für Markus Söder und das leider in Vollzeit", wobei sie seine Fehlzeiten im Landtag anprangerte.

SPD fordert mehr Streit und greift AfD an

Die SPD traf sich in Vilshofen, wo Vizekanzler Lars Klingbeil für mehr Streit und Debatten in der Politik plädierte, aber auch die Notwendigkeit von Gemeinschaft betonte. SPD-Co-Landesvorsitzende Ronja Endres kritisierte Söders Fehlzeiten im Landtag und forderte, er solle "aus seiner Lifestyle-Foodblogger-Teilzeit rauskommen". Klingbeil griff die AfD scharf an und nannte die Vorwürfe der Vetternwirtschaft "eine völlig neue Bedeutung" des Begriffs Familienunternehmer, wobei er ankündigte, jedes juristische Mittel zu prüfen, um "diese Partei" zu verbieten.

Weitere Positionen und Verteidigungen

Die AfD verteidigte sich gegen Vorwürfe der Vetternwirtschaft, wobei Spitzenkandidat Markus Frohnmaier diese als Medienkampagne zurückwies und betonte, es zähle nur die individuelle Eignung. Die Freien Wähler betonten unter Hubert Aiwanger Freiheit und weniger Bevormundung durch Berlin und Brüssel. Die Linke forderte unter Jan van Aken eine Milliardärssteuer und kritisierte den Einfluss Reicher auf die Politik. Die Reden spiegeln die polarisierten Debatten wider, wobei die CSU als stärkste Kraft in Bayern im Fokus stand und Söder eine "links-grüne Verbotszone" für Bayern ausrief.

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