Politthriller dominiert die 98. Oscar-Verleihung mit sechs Preisen
Wichtige Fakten
- • "One Battle After Another" gewann sechs Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie.
- • Sean Penn erhielt den Oscar für Besten Nebendarsteller, war aber nicht anwesend und soll in die Ukraine gereist sein.
- • Das norwegische Drama "Sentimental Value" wurde als Bester Internationaler Film ausgezeichnet.
- • Deutsche Kandidaten für Visuelle Effekte bei "Blood & Sinners" gingen leer aus.
- • Erstmals in der Oscar-Geschichte gab es einen Gleichstand in der Kategorie Bester Kurzfilm.
Höhepunkte der Oscar-Verleihung 2026
Bei der 98. Oscar-Verleihung in Los Angeles dominierte der Politthriller "One Battle After Another" mit sechs Auszeichnungen, darunter die Preise für den Besten Film und die Beste Regie durch Paul Thomas Anderson. Der Film, der von militanten linken Aktivisten in den USA erzählt, die von selbstbewussten schwarzen Frauen angeführt werden, setzte sich gegen den favorisierten Vampirfilm "Blood & Sinners" durch, der bei 16 Nominierungen nur vier Oscars erhielt. Mit 13 Nominierungen war "One Battle After Another" als einer der Favoriten ins Rennen gegangen und übertrumpfte damit deutlich die Konkurrenz.
Weitere Preisträger und Abwesende
Sean Penn gewann den Oscar als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in "One Battle After Another", war jedoch nicht bei der Verleihung anwesend, da er Berichten der New York Times zufolge nach Europa gereist war und einen Besuch in der Ukraine plante. In anderen Kategorien wurden Michael B. Jordan als Bester Hauptdarsteller und Jessie Buckley als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, während das norwegische Drama "Sentimental Value" den Preis für den Besten Internationalen Film erhielt. Die Auszeichnung für die beste Nebendarstellerin ging an Amy Madigan für den Horrorfilm "Weapons - Die Stunde des Verschwindens".
Sicherheitsmaßnahmen und historische Besonderheiten
Die Sicherheitsvorkehrungen bei der Veranstaltung wurden aufgrund des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran verstärkt, mit mehreren Sicherheitsperimetern, Verkehrsmanagementplänen und einer sichtbaren Polizeipräsenz im Hollywood-Bereich. Historisch markierte die Verleihung einen Gleichstand in der Kategorie Bester Kurzfilm, wo sowohl "The Singers" als auch "Two People Exchanging Saliva" ausgezeichnet wurden – das erste Mal seit 2013, dass es einen solchen Gleichstand gab. Moderator Conan O'Brien sorgte für humorvolle Momente, indem er Timothée Chalamet wegen dessen Aussagen über Ballet und Oper auf die Schippe nahm.
Deutsche Beteiligung und Ausblick
Deutsche Beiträge wie "In die Sonne schauen" und das Team für Visuelle Effekte bei "Blood & Sinners" mit Michael Ralla und Guido Wolter gingen leer aus, was die internationale Konkurrenz unterstreicht. Die Veranstaltung markiert einen Trend hin zu Filmen mit politischen und gesellschaftskritischen Inhalten, die zunehmend die Aufmerksamkeit der Academy auf sich ziehen, während gleichzeitig die Sicherheitsaspekte aufgrund globaler Spannungen an Bedeutung gewinnen.
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