Proteste bei Mercedes: IG Metall macht Druck gegen Sparkurs
Wichtige Fakten
- • IG Metall ruft zu bundesweiten Protesten bei Mercedes auf.
- • Sonderzahlung verschoben, Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich geplant.
- • Mercedes-Chef: Situation in Deutschland dramatisch, Kosten senken nötig.
- • Brancheweit 50.000 Arbeitsplätze abgebaut, Warnung vor Werkschließungen.
Die IG Metall hat für den 3. Juli 2026 zu bundesweiten Protesten bei Mercedes-Benz aufgerufen. Tausende Beschäftigte an Standorten wie Sindelfingen, Untertürkheim, Bremen und Berlin beteiligen sich. Hintergrund ist der verschärfte Sparkurs des Autobauers, der eine Sonderzahlung in Höhe von 18,4 Prozent des Monatsentgelts verschoben hat und mit dem Betriebsrat über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verhandeln will.
Der Mercedes-Vorstand begründet die Maßnahmen mit zu hohen Arbeitskosten in Deutschland: 'Die Situation ist dramatisch.' Marcel Koller, Tarifvorstand der IG Metall, warnt die gesamte Autoindustrie: 'Den Beschäftigten reicht es. Sie lassen sich nicht länger zum Sündenbock machen.' Die Gewerkschaft kündigt einen 'heißen Sommer und Herbst' an, sollten Unternehmen weiter auf Stellenabbau und Verlagerung setzen.
Neben Mercedes haben auch BMW und Volkswagen ihre Sparprogramme verschärft. Bei VW drohen bis zu 100.000 Stellenstreichungen und die Schließung mehrerer Werke. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte die Unternehmen zu echten Problemlösungen statt 'Schema F' auf.
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