Radikale Forderungen nach jüdischem Tempel auf dem Tempelberg sorgen für Unruhe
Wichtige Fakten
- • Radikale Israelis fordern jüdischen Tempelbau auf dem al-Aqsa-Gelände.
- • Der Status Quo verbietet Nicht-Muslimen Gebete auf dem Tempelberg.
- • Berichte über mögliche Abschaffung des Status Quo beunruhigen arabische Staaten.
Hintergrund des Konflikts
Der Tempelberg in Jerusalem, für Muslime als al-Haram al-Sharif bekannt und drittwichtigste Stätte des Islam, ist auch der heiligste Ort des Judentums, da dort der jüdische Tempel stand. Der Status Quo von 1967 überträgt die Verwaltung einer jordanisch-verwalteten islamischen Stiftung (Waqf) und verbietet Nicht-Muslimen das Beten oder die Ausübung religiöser Riten auf dem Gelände. Israelische Nationalisten, allen voran der rechtspopulistische Politiker Mosche Feiglin, fordern nun unverhohlen den Bau eines dritten jüdischen Tempels auf dem Gelände und verstoßen offen gegen die Regeln, indem sie dort beten und singen.
Zunehmender Druck
Auch der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ignoriert den Status Quo und betritt regelmäßig das Gelände, wo er jüdische Gebete anführt. Berichte, wonach die israelische Regierung und US-Vertreter die Abschaffung des Status Quos planen, haben international Besorgnis ausgelöst. Jordanien, Gulfstaaten, Ägypten und Großbritannien fordern die Einhaltung der bestehenden Regelungen. Die Palästinenser und der Waqf warnen vor einer Explosion der Gewalt, sollte der Status Quo fallen.
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